KÖGEL Dialog | AUSGABE 57 | 10/2025

17 TIEF UND ROHRLEITUNGSBAU Simon Fallak und Jens Oliver Prüßner hielten Jean Schumacher (v. l.) als gutes Team den Rücken während seiner Elternzeit frei. Von Mai bis Oktober übernahm die Mannschaft um Jean Schumacher, Simon Fallak und Jens Oliver Prüßner die notwendigen Tiefbaumaßnahmen in Form von Erd- und Abbrucharbeiten sowie Umverlegungen und Neubauten. Die Vielzahl der Arbeiten bei einem ambitionierten Zeitplan stellte eine anspruchsvolle Aufgabe dar, die das Team noch stärker zusammenwachsen ließ, wie Projektleiter Jean Schumacher berichtet. ? Welche Arbeiten habt ihr für den Neubau der Erwachsenenpsychiatrie übernommen? Der Hauptteil unserer Arbeiten waren Kanalbautätigkeiten. Wir haben knapp 1.000 Meter Rohrleitungen verlegt, teils als Doppelkanal, teils als Einzelstränge. Außerdem haben wir an bestehende Kanäle angeschlossen, was etwas Feinarbeit erforderte. Hinzu kamen rund 35 Schächte, teilweise bis zu drei Meter tief für die Regen- und Schmutzwasserkanäle. Ebenso haben wir eine neue Fernwärmeleitung verlegt, die von den Experten aus dem KÖGEL Rohrleitungsbau ausgeführt wurde. Die Kollegen haben die bestehende Leitung zurückgebaut und durch mehrere Meter neue Leitung ersetzt. Innerhalb des Baufelds haben wir außerdem fast 1.000 Meter eines Kabelleerrohrsystems verlegt, wobei wir stellenweise platztechnisch etwas eingeschränkt waren. Leerrohrschächte, Löschwasserleitungen sowie ein Ölabscheider und eine Hebeanlagen für eine große Rigole, die Regenwasser au ängt und kontrolliert in den nahe gelegenen Fluss Südaue ableitet, gehörten ebenfalls zum Auftrag. ? Das sind sehr viele Arbeiten. Wie habt ihr sichergestellt, dass alle pünktlich fertig wurden? Vor allem durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Hauptplaner für den später erfolgenden Hochbau und den Fachplanern für Fernwärme, Entwässerung, Kabel und Leerrohrschächte Mit beiden haben wir uns intensiv ausgetauscht. Die Bauzeit war knapp kalkuliert, sodass wir unter hohem Zeitdruck standen. Dennoch gelang es, durch den Einsatz umsetzungsstarker KÖGEL Kolonnen und schwerer Großgeräte, darunter zwei parallel arbeitende 32-Tonnen-Bagger, zügig voranzukommen. Die exible Einteilung der Kolonnen und die zusätzliche Unterstützung zahlten sich spürbar aus, sodass wir den Zeitplan einhielten. ? Musstet ihr zusätzliches Personal einsetzen? Ja. Eine eigentlich für ein anderes Projekt vorgesehene Kolonne konnte kurzfristig aushelfen. Unser erfahrener Polier Jörg Wolle war mit seinen Kollegen vier Wochen durchgehend im Einsatz. Sie scha ten es, einen Großteil der Kanalarbeiten abzuschließen, was das gesamte Baustellenteam deutlich entlastete. ? Also Note 1 für das Teamwork? Auf jeden Fall. Besonders positiv wirkte sich auch der Zusammenhalt in der Gruppe aus, etwa während der Phase meiner Elternzeit. Die Aufgaben wurden gut verteilt und aufgefangen, ohne dass es zu Engpässen kam. Für Simon Fallak, der seit Ende letzten Jahres durch unseren Zusammenschluss mit Kle - mann in unser Team gekommen ist, waren das wohl besonders intensive und lehrreiche vier Wochen. Er hat alle entscheidenden Prozesse bei KÖGEL miterlebt und auch mitgestalten können. Eine Erfahrung, die ihn fachlich spürbar weitergebracht hat. ? Was war dein persönliches Highlight bei diesem Bauprojekt? Ich habe den Projektstart zwar während meiner Elternzeit vorbereitet, die eigentlichen Herausforderungen begannen aber erst in meiner Auszeit. In dieser Phase stieg Simon von Kle mann ein und wurde von Jens sowie dem gesamten Team engagiert unterstützt. Erfahrene Kollegen wie Jörg Wolle, Andreas Neufeld und Fevzi Aksan sorgten ebenfalls dafür, dass das Projekt reibungslos voranschreiten konnte. Nach meiner Rückkehr el mir der Wiedereinstieg leicht, da das Team den Übergang bestens aufgefangen und weitergetragen hatte. 35 SCHÄCHTE 1.000 m ENTWÄSSERUNGSLEITUNGEN SOWIE KABELLEEROHRSYSTEM 136 m3 REGENWASSERRIGOLE MIT 136 M³ VOLUMEN BAUVORHABEN Tiefbauarbeiten für neue Erwachsenenpsychiatrie, Wunstorf BAUHERR KRH Psychiatrie GmbH PROJEKTLEITUNG Jean Schumacher, Simon Fallak POLIERE Jens Oliver Prüßner Jörg Wolle » Die Aufgaben wurden gut verteilt und aufgefangen, ohne dass es zu Engpässen kam.«

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