19 INGENIEURBAU KANAL TIEFE bis zu 5 m BAUVORHABEN Pumpwerk und Stauraumkanal, Wunstorf BAUHERR Stadt Wunstorf PROJEKTLEITUNG Johannes Frohwitter POLIERE Roger Bartsch, Peter Hübert mit einer Schneide am Wandfuß – und mit der Absenkung begonnen. Das bedeutet: Durch das Ausbaggern von innen sackt der Kasten nach und nach ab, bis er irgendwann an seinem Platz unterhalb der Geländeoberkante angekommen ist. ? Wie ging es danach weiter? Indem viele Arbeiten parallel laufen und alle Gewerke Hand in Hand arbeiten, können wir das Bauvorhaben besonders strukturiert und effizient durchführen. So starten wir nach dem Absenken mit dem Kanalbau für den zusätzlichen Stauraumkanal. Parallel dazu führen wir den weiteren Rohbau des Pumpwerks aus. Hierbei setzten wir auch Taucher ein, die den wichtigen Unterwasserbeton für die Abdichtung einbringen. Gleichzeitig mit dem Rohbau werden wir den Kanalbau abschließen. Zuletzt werden die Ausbaugewerke im Pumpwerk tätig und installieren die bauseitige Pumpentechnik. ? Unterwasserbeton – das klingt spannend. Wieso ist dieser Spezialbaustoff bei diesem Bauvorhaben erforderlich? Der Absenkkasten steht im Grundwasser. Deshalb wird ein spezieller Beton eingebracht, dessen Bestandteile sich in Wasser nicht entmischen und bei dem die Festigkeit nicht leidet. Diese Betonplombe dichtet den Senkkasten so weit ab, dass die Bauwerkssohle im Trockenen erstellt werden kann. ? Also alles in allem ein Bauprojekt, das für dich und dein Team außergewöhnlich ist? Ja, das stimmt. Mein persönliches Highlight sind definitiv die tiefen Baugruben und das Absenkverfahren – eine Vorgehensweise, die für mich eine Premiere war. Beeindruckend, wenn der Absenkkasten in einer Woche wie von Zauberhand nach unten geht. Solche Projekte sind auch bei KÖGEL BAU etwas Besonderes. So guckte der Absenkkasten im Prozess über der Geländeoberkante hervor. Das Baufeld im Überblick: Rechts das Herzstück der Maßnahme, der Absenkkasten, und links entsteht der dazugehörige Stauraumkanal. ABSENKSCHACHT MIT SOHLE AUS UNTER WASSERBETON 9 m Polier Peter Hübert und Projektleiter Johannes Frohwitter (v. l.) sind Experten für anspruchsvolle Ingenieurbauvorhaben wie dieses.
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