KÖGEL Dialog | AUSGABE 57 | 10/2025

26 UNTERNEHMENSGRUPPE RECYCLING MIT WEITBLICK 1998 startete das Unternehmen offiziell mit dem Recycling von Baustoffen. Bereits verbautes Material wie Beton, Asphalt, Schotter oder Sand wurde beim Abbruch sortenrein getrennt und nach einer Aufbereitung erneut eingebaut. Anstatt einmal verwendete Ressourcen zu entsorgen, verwendete Kleffmann diese wieder – ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig ermöglichte dieses Vorgehen Nebenangebote mit abweichenden, aber zugelassenen Materialien, abzugeben, was sich schnell in Form von öffentlichen und privaten Aufträgen auszahlte. Genehmigung dauerte sieben Jahre Entsprach die angelieferte Menge an aufzubereitendem Material anfangs fast genau dem, was wiederverwertet wurde, so reichten die KLEFFMANN BESCHÄFTIGT SICH SEIT 1997 MIT DEM THEMA BODENMANAGEMENT UND BEWIES DAMIT PIONIER GEIST, MUT UND UNTERNEHMERISCHEN WEITBLICK. Heute setzt das KÖGEL Tochterunternehmen aus Hüllhorst Maßstäbe beim Recycling von Baumaterialien und leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. vorhandenen 10.000 Quadratmeter Betriebs- und Lagerfläche am Betriebssitz bald nicht mehr aus. »Glücklicherweise wurde nur 800 Meter entfernt eine Ausgrabungsfläche frei, die wir übernehmen konnten«, sagt Olaf Kleffmann. »Leider dauerte deren Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz statt der üblichen ein bis zwei Jahre sieben Jahre, sodass wir dort erst 2016 durchstarten konnten«, so der Geschäftsführer. Aufbereitete Materialien schonen Ressourcen Seitdem können Materialien gezielter und in größeren Mengen vorsortiert und hochwertiger aufbereitet werden. Besonders beim Recycling-Schotter zeigt sich das in der konstant erreichten höchsten Qualitätsstufe (RC-1). Ei- »Mitte der Neunziger standen wir vor der Herausforderung, dass eine angemessene Vergütung unserer baulichen Qualität durch die öffentliche Hand nicht gegeben war«, erinnert sich Olaf Kleffmann. »Um uns dennoch Aufträge zu sichern, haben wir den Einsatz von Alternativbaustoffen geprüft. Diese recycelten Materialien boten eine gleichwertige Qualität, waren aber kostengünstiger«, erläutert er. Zu dieser Zeit war das ein mutiger Schritt, denn viele Auftraggeber und Behörden standen solchen Lösungen zunächst skeptisch gegenüber. Trotzdem war Olaf Kleffmann von der Idee und der damit verbundenen Ressourcenschonung überzeugt und schaffte im April 1997 eine erste Siebanlage an. Mit der Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz im Juni Olaf Kle mann begeistert sich seit Jahrzehnten für die Themen Recycling und Bodenmanagement. 1997 war er mit seinem Betrieb ein Pionier auf diesem Gebiet und sichert sich dadurch bis heute Wettbewerbsvorteile.

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