KÖGEL Dialog | AUSGABE 57 | 10/2025

34 TEAM KÖGEL ? Stefan, wann und wie bist du zu KÖGEL gekommen? Meinen ersten Arbeitstag bei KÖGEL hatte ich am 9. Juni 1999. Meine Bewerbung lief über die damalige Niederlassung in Bad Kösen in Sachsen-Anhalt, dort habe ich auch mit Peter Kögel das Bewerbungsgespräch geführt. Die Stelle war jedoch für Bad Oeynhausen vorgesehen, obwohl ich zu der Zeit in Leipzig gewohnt habe. Weil es im Osten für mich damals nicht so viele interessante Jobs gab, habe ich mich entschieden, etwas Neues zu wagen. Mit dem Antritt der Stelle bei KÖGEL BAU bin ich nach Ostwestfalen gezogen und habe es bis heute nicht bereut. ? Im Hochbau seid ihr unsere Experten für den Rohbau anspruchsvoller Großprojekte in ganz Norddeutschland. Das stimmt. Im Hochbau habe ich gelernt, meinen Meister gemacht und war auch als Lehrausbilder tätig. Hier habe ich meine Wurzeln und entwickle mich trotzdem jeden Tag weiter. Als Polier bin ich für den Rohbau beeindruckender Gebäude wie aktuell das Quartier WEBER1, eine Unternehmenszentrale für Materna vor zwei Jahren oder damals den Jüdischen Campus in Berlin verantwortlich. ? Was reizt dich daran besonders? Wenn ich diese Projekte abschließe, das fertige Ergebnis sehe und wir gemeinsam Richtfest feiern, bin ich richtig stolz. Das Bauwerk, das dann vor einem steht, haben wir geschaffen – das ist eine echte Freude. Hagemeyer in Minden oder auch das prägnante Gebäude von Itelligence in Bielefeld habe ich mitgeNAME Stefan Just POSITION Polier Hochbau DAS MACHE ICH IN MEINER FREIZEIT Motorrad fahren MEIN LIEBLINGSBAUSTOFF Beton TEE ODER KAFFEE? Kaffee baut, zwei großartige Projekte. Wenn ich heute an diesen Orten vorbeifahre, freue ich mich immer noch darüber, weil ich weiß, wie viel Arbeit darin steckt. ? Was darf bei dir an einem gelungenen Arbeitstag nicht fehlen? Beton muss fließen – und morgens auch der Kaffee (lacht). Wenn wir betonieren und alles funktioniert hat, ist es für mich ein guter Tag. Am Ende des Tages will ich spüren, dass etwas geschafft wurde. Im Hochbau geht es immer weiter, die nächste Decke muss kommen, die Wände müssen stehen. Der Terminplan gibt die Richtung vor, und wir sorgen dafür, dass alles reibungslos vorangeht. ? Du bist einer der erfahrensten Poliere im Hochbau und deine Kollegen fragen dich bei besonderen Herausforderungen auch gerne mal um Rat. Was war ein besonders kniffliges Problem, für das du in letzter Zeit eine Lösung gefunden hast? Eng getaktete Bauzeitenpläne und somit Termindruck begleiten uns im Hochbau immer. Direkt nach uns muss der Ausbau beginnen und der Auftraggeber hat ein Einzugsdatum, das er halten möchte. Wir sind im Team mittlerweile sehr geschult darin, zeitliche Einsparpotenziale zu erkennen und Optimierungen im Bauablauf vorzuschlagen. Oft sieht die ursprüngliche Planung vor, alles vor Ort zu betonieren. Mit der Umstellung der Bauweise auf Halbfertigteile können wir aber Zeit und oft auch Geld sparen. So war es beispielsweise auch bei WEBER1 in Essen. Dort war die Attika in Ortbeton ausgeschrieben. Um den Terminplan zu entlasten, haben wir uns frühzeitig mit dem Auftraggeber dazu entschlossen, diese aus vorproduzierten BOCK AUF BAUSTELLE UND BETON STEFAN JUST BLICKT AUF EINE BEEINDRUCKENDE KARRIERE BEI KÖGEL BAU ZURÜCK. Sein Weg begann vor 26 Jahren mit einer Entscheidung für neue Chancen und einem Umzug von Leipzig nach Ostwestfalen. Im Interview erzählt der Hochbaupolier, warum ihn die Baubranche bis heute fasziniert, wie er Herausforderungen mit innovativen Lösungen begegnet und welche Tipps er Berufseinsteigern gibt.

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