7 HOCHBAU ? Sie haben das Gebäude mit dem Excellenzcluster der Universität Münster unter der Überschrift »der organisierte Zufall« konzipiert. Wie zeigt sich das in der Architektur des CMMs? Das Leitmotiv »der organisierte Zufall« beruht darauf, dass tatsächlich viele wesentliche mathematische Durchbrüche durch zufällige Interaktionen entstehen. Übertragen auf die Architektur war uns vom BLB NRW deshalb wichtig, die sonst üblichen Raumstrukturen aufzubrechen und die Flächen für zufällige Begegnungen unter den Forschenden zu maximieren. Hierfür haben wir in unserer Planung auf o ene Gestaltungselemente, minimale Wand ächen, kaum Türen sowie freie Sicht quer durch das Gebäudeinnere gesetzt. ? Drei Atrien prägen das Zentrum. Warum würden Sie diese als Herzstück des Entwurfs bezeichnen? Ein Begri , der zum Start der Planung von den drei Professoren des Excellenzclusters immer wieder el, war »Durchbruch«. Diesen habe ich wörtlich genommen und so entstand die Idee der überdimensionalen Durchbrüche in den Decken. In Form von drei Atrien durchbrechen wir das gesamte Gebäude über alle Geschosse hinweg. Alles in dem Gebäude bewegt sich um die Atrien herum. Das trägt wesentlich zur Vernetzung bei und lädt zu zufälligen Begegnungen ein. ? Inwiefern hat KÖGEL BAU diesen anspruchsvollen und so wichtigen Bereich genau in Ihrem Sinne in die Wirklichkeit gebracht? Die Treppen im Atrium haben sich nicht, wie sonst üblich von unten nach oben aufgebaut, sondern von oben nach unten. Diesen Prozess mit beeindruckenden Schalungstürmen mitverfolgen zu können, war imposant. Die Treppenläufe samt der großen Sitztreppe im Erdgeschoss nun in ausgeschalter Form zu sehen, ist für mich ein Erlebnis! Durch die enormen Spannweiten der Treppen lässt sich nur erahnen, welche Herausforderung es ist, diese aus Beton entstehen zu lassen. Hier hat das KÖGEL BAU Team um Herrn Neugebauer, Herrn Wacker und Herrn Mehmedagic sein Know-how eindrücklich unter Beweis gestellt. KUNDEN STIMME NOAH THIEBEN VOM BLB NRW MÜNSTER Marco Neugebauer, Miralem Mehmedagic und Leon Wacker (v. l.) im großen Atrium, dem Herzstück des Centre for Mathematics.
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