Speziell war dabei der Einsatz einer Doppeldichtungsfolie im Wasserschutzgebiet. Da dort keinerlei Verunreinigung durchsickern darf, setzte die Stadt Lübbecke auf einen »doppelten Boden«. Genau hier griff die KÖGEL Expertise: »Statt die obere Folie mit 20 Zentimetern Kiesauflage zu versehen und anschließend eine zweite Folie zu verlegen – wie es eigentlich ausgeschrieben war –, haben wir vorgeschlagen, ein drei Zentimeter hohes Gitterflies aus dem Deponiebau zu verwenden, welches die gleiche Funktion wie der Kies erfüllt, allerdings Zeit und Kosten gespart hat«, berichtet Jörg Strey. In Deutschland bisher einmalig Für die Projektleitung ist die Realisierung dieses Retentionsbodenfilters kein alltägliches 3.800 m³ RETENTIONSVOLUMEN 10.500 m³ BODENAUSHUB 1.400 m³ FILTERSAND 9.000 FILTERNDE SCHILFPFLANZEN (PHRAGMITES AUSTRALIS) Vorhaben. »Die besondere Lage im Wasserschutzgebiet und der benachbarte Bach sind besonders. Ein vergleichbares Becken mit der doppelten Dichtungsfolie gibt es so in Deutschland unseres Wissens kein zweites Mal«, sagt er stolz. Mit dem Bodenmanagement setzte KÖGEL bei diesem Projekt ebenfalls Maßstäbe in punkto Nachhaltigkeit. »Oftmals muss man den Aushub solcher Becken deponieren, sodass er nicht weiter genutzt wird«, erläutert Jörg Strey. »Hier haben wir mit Genehmigung der Stadt den Aushubboden zu einem Großteil auf den umliegenden Äckern verteilt, sodass er sinnvoll eingesetzt und wieder Teil des Kreislaufs wird. Dadurch wurden nicht nur Ressourcen geschont, sondern auch die Vorgaben des Bundes-Bodenschutzgesetzes erfüllt.« BAUVORHABEN Retentionsboden- filter, Lübbecke BAUHERR Stadt Lübbecke PROJEKTLEITUNG Jörg Strey POLIER Thomas Werner » Es handelte sich um ein Projekt, das aufgrund der Komplexität nicht jedes Unternehmen umsetzen kann.« TIEF- UND ROHRLEITUNGSBAU 17
RkJQdWJsaXNoZXIy NzQ0Mjg=