KÖGEL Dialog | AUSGABE 58 | 04/2026

23 BAUSANIERUNG Schwefelsäure den Beton nicht angreifen kann. In Worpswede trat eine Schädigung im Gasraum bzw. in der Wechselzone im oberen Bereich auf. Die Ursache war hier, dass die vorherige Beschichtung nicht wie erwartet funktionierte – ein gelegentlich vorkommendes Problem. ? Dann seid ihr ins Spiel gekommen. Daniel Slotta: Genau. Von der ersten Beratung zur Betonsanierung bis zur Abnahme haben wir alles übernommen. Zunächst haben wir ein Gerüst aufgebaut, um an den oberen Bereich des sechs Meter hohen Behälter zu kommen. Die obere Krone haben wir auf 56 Metern Länge und einem Meter Höhe mit 2500 bar Höchstdruckwasserstrahlen bearbeitet. Anschließend haben wir die freiliegenden Bewehrungseisen behandelt, Korrosionsschutz aufgetragen und den Bereich mit Reparaturmörtel aufgefüllt, geglättet und fertig bearbeitet. ? D afür habt ihr nur gut 2 Wochen gebraucht. Geht das immer so schnell? Thomas Menzel: Bei diesem Auftrag kam uns zugute, dass wir bei Betonsanierungen, auch durch unsere Erfahrung im Klärwerksbereich, sehr gut vorbereitet und eingespielt sind. Weil der Kunde unser Angebot schnell beauftragt hat, konnten wir zeitnah starten und die Arbeiten zügig durchführen. Aufgrund der bereits erfolgten Vorarbeiten durch die KERKHOFF Energietechnik GmbH konnten wir umgehend mit der Sanierung beginnen. Die weiteren Arbeitsschritte wurden gemeinsam »Hand in Hand« zwischen KERKHOFF und KÖGEL ausgeführt, sodass dem Landwirt innerhalb kürzester Zeit wesentliche Fortschritte präsentiert werden konnten. Bereits nach zwei Wochen realisierte der Auftraggeber die neue Folienbeschichtung und die Endmontage am Behälter, wodurch für den Landwirt nur eine kurze Ausfallzeit entstand. 2 WOCHEN FÜR DIE MASSNAHMEN 6 M HOHER ARBEITSPLATZ Daniel Slotta: Da der Landwirt auf die Energie aus der Biogasanlage angewiesen war und noch andere Arbeiten anstanden, war es wichtig, die Sanierung schnell durchzuziehen. Ich bin selbst in einem kleinen Dorf aufgewachsen und habe als Kind viel Zeit auf Bauernhöfen verbracht. Umso mehr freue ich mich darüber, Landwirte dabei zu unterstützen, nachhaltige Energie aus Dingen zu erzeugen, die normalerweise keinen Wert haben, wie zum Beispiel Gülle oder Pflanzenreste. ? Viele Biogasanlagen sind inzwischen sanierungsbedürftig. Welche Potenziale ergeben sich daraus für die KÖGEL Bausanierung? Thomas Menzel: Viele Anlagen haben die Halbwertszeit schon lange erreicht und zum Teil auch schon weit überschritten. Für die KÖGEL Bausanierung bedeutet das eine große Chance und wir erwarten, dass wir in diesem Bereich auch in Zukunft Aufträge generieren und profitieren werden. Aktuell sprechen wir zum Beispiel mit KERKHOFF über die Sanierung des Gärrestebehälters derselben Biogasanlage. Dieses Projekt soll noch in diesem Jahr stattfinden. Auch für andere Anlagen sind Gespräche geplant – die Zusammenarbeit lief so positiv, dass wir auch zukünftige Projekte gemeinsam lösen wollen. Durch die beim Gärprozess entstehende Schwefelsäure war der Beton im oberen Bereich des Behälters stark angegriffen. Nach der Frischekur mit 2.500 bar Hochdruckwasserstrahlen, Korrosionsschutz und Reperaturmörtel erstrahlt der Stahlbeton wieder in neuem Glanz. Vor jedem Sanierungseinsatz nimmt das Team die Bausubstanz genau unter die Lupe, so auch auf der Biogasanlage in Worpswede. Vorher Nachher » V on der ersten Beratung zur Betonsanierung bis zur Abnahme haben wir alles übernommen.«

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