KÖGEL Dialog | AUSGABE 58 | 04/2026

26 UNTERNEHMENSGRUPPE DURCHDACHTE BAUSTOFF- AUFBEREITUNG ALS ERFOLGSFAKTOR Hauptprodukte sind Recyclingschotter und Recyclingsand. Simon Fallak: Ein neuer Schwerpunkt ist das Bodenmanagement. Materialien, die sich durch Sieben, Waschen oder Trennen aufwerten lassen, werden gezielt aufbereitet, um nutzbares Füllmaterial zu gewinnen und die Deponiemenge zu reduzieren. Das entspricht dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und fördert die nachhaltige Nutzung von Ressourcen in der Region. ? Das klingt nach einem gut funktionierendem Rohstoffkreislauf. Wie läuft das genau ab? Simon Fallak: Bereits beim Abbruch der Gebäude werden die Materialien getrennt und zwischen gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen unterschieden. Holz, Metalle, Fenster, Fensterprofile, Fußbodenbeläge und Restmüll werden direkt vor Ort sortiert und abtransportiert. Nur mineralische Abfälle geBEI ABBRUCHARBEITEN AN WOHNHÄUSERN, INDUSTRIEHALLEN ODER GANZEN INDUSTRIEANLAGEN FÄLLT EINE VIELZAHL AN MATERIALIEN AN. Ähnlich sieht es beim Rückbau von versiegelten Oberflächen aus Asphalt, Pflaster, Beton oder Schotter aus. Bei diesen Baumaterialien handelt es sich jedoch keineswegs um Abfall: Sauber getrennt und wiederaufbereitet, entstehen daraus Recyclingprodukte, die erneut bei Bauprojekten zum Einsatz kommen. Das KÖGEL Tochterunternehmen Kleffmann ist Experte in diesem Bereich. langen zur weiteren Aufbereitung auf den Recyclingplatz. Hier werden sie getrennt gelagert und in mehreren Schritten gesiebt und gebrochen, sodass wieder verwertbare mineralische Baustoffe entstehen. Nach Abschluss des Aufbereitungsprozesses und Erfüllung der Qualitätsanforderungen verlieren die Materialien den Status Abfall und gelten wieder als Baustoff. Sie können erneut im Bau eingesetzt werden, zum Beispiel für Tragschichten oder Verfüllungen. ? Warum seid ihr für diesen Schwerpunkt besonders gut aufgestellt? Olaf Kleffmann: Der Recyclingplatz wurde 1998 vorbereitet und so angelegt, dass er den Anforderungen einer modernen Recyclinganlage entspricht. Die Anlage erfüllt die Vorgaben der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) und wird regelmäßig kontrolliert. Seit 1998 produziert Kleffmann konstant RecyclingProdukte der höchsten Qualitätsstufe. Recycling-Baustoffe der Klasse 1 (RC-1) dürfen vollständig als Baustoff eingesetzt werden. Seit dem 1. Oktober 2024 ist das familiengeführte Unternehmen aus Hüllhorst Teil der KÖGEL Unternehmensgruppe. Während inzwischen ein Großteil der Mannschaft sein Know-how im KÖGEL Tiefbau einbringt, kümmert sich ein kleines Team verstärkt um die Themen Recycling und Bodenmanagement. Olaf Kleffmann und Simon Fallak geben Einblicke ins Tagesgeschäft. ? Wir stehen hier auf eurem Recyclingplatz. Was genau passiert hier? Olaf Kleffmann: Bauschutt wird zuerst kontrolliert und anschließend – sofern alles in Ordnung ist – nach Materialien getrennt gelagert. Diese werden einzeln von uns vor- gesiebt und nochmals zwischengelagert. Anschließend durchläuft das Material verschiedene Aufbereitungsschritte, bei denen es weiter gesiebt, getrennt, zerkleinert und klassifiziert wird. So werden verwertbare Bestandteile aus dem Abfallstrom herausgelöst und zu Recyclingmaterial verarbeitet. Die Hinterreifen so groß wie ein Mensch hat der Radlader auf dem Recyclingplatz Hongsen.

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