KÖGEL Dialog | AUSGABE 59 | 10/2026

21 INGENIEURBAU darin begründet, dass das Projekt funktional und nicht klassisch konstruktiv ausgeschrieben war. Im klassischen Fall ist eine explizite Ausführung inklusive Materialien vorgegeben, bei funktionalen Ausschreibungen sind nur das zu erreichende Ziel und die Funktion definiert. Das führt dazu, dass im Bauablauf noch viele Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen werden müssen, was viel Kommunikation und enge Abstimmungen erfordert. Am Ende kommen wir so aber zu besonders guten und praxistauglichen Lösungen, die für die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe den größten Mehrwert liefern. ? Inwiefern gab es auf der Baustelle Ansätze, besonders ressourcenschonend und effi- zient zu arbeiten? Zum Beispiel im Umgang mit vorhandenen Materialien. Boden, der ausgehoben wurde, konnte auf der Baustelle gelagert und wieder eingebaut werden. Auch eine große Bodenplatte aus dem Altbestand konnten wir klein brechen, zu Schotter verarbeiten und für unsere Baustelleneinrichtungsflächen nutzen. Das klingt im ersten Moment vielleicht unspektakulär, macht in der Praxis aber einen großen Unterschied: Es spart Transporte, vermeidet unnötigen Materialeinsatz und sorgt dafür, dass vorhandene Ressourcen sinnvoll genutzt werden. Das zeigt, wie sich effizientes Bauen und nachhaltiges Handeln ganz praktisch verbinden lassen. Das Projektteam der Membranfiltration: Dusko Bajic, Stefan Ernst, Josefina Schulz, Edda Sofia Terp von den WEB, Luca Limberg, Peter Hübert, Johann Harder, Stephan Domeier und Markus Knöckel (v. l.). BAUVORHABEN Membranfiltration, Wolfsburg BAUHERR WEB Wolfsburger Entwässerungs- betriebe PROJEKTLEITUNG Markus Knöckel, Josefina Schulz POLIER Peter Hübert » Viele Details werden im laufenden Prozess gemeinsam mit dem Auftraggeber und ZWT weiterentwickelt und abgestimmt.«

RkJQdWJsaXNoZXIy NzQ0Mjg=