1 HOCHBAU GEMEINSAM | SICHER | STARK DIALOG SEBASTIAN KÖGEL Mitglied der Geschäftsleitung AUSGABE 59 | 10/2026
1 HOCHBAU UNSERE BAUVORHABEN Hannover Bremen Hamburg Bielefeld Osnabrück Münster Köln Dortmund Essen Düsseldorf Paderborn Braunschweig Hildesheim Kassel Oldenburg Bochum Rinteln Detmold Werther Borgholzhausen Gütersloh Hameln Koblenz HOCHBAU Campus Handwerk, Bielefeld /// Feuerwache, Lüdenscheid /// Gesamtschule, Bielefeld /// Klinikum, Gehrden /// Marienhospital, Steinfurt /// Schlammbehandlung, Hannover SCHLÜSSELFERTIGBAU Bildungscampus, Herford /// Bredeney Park, Essen /// KB Anlagenbau, Bad Oeyn- hausen /// Krögers Rott, Oberlübbe /// Spielbank, Siegburg /// Stadtsporthalle, Espelkamp /// Stadtwerke, Bad Oeynhausen /// Verwaltungsgebäude, Meschede STANDORT RHEIN-RUHR Weber 1, Essen TIEF- UND ROHRLEITUNGSBAU A30 / Ernst-Reuter-Straße, Bünde /// AGG Mobilitätskonzept, Gehrden /// Bauhof, Minden /// Deponie Kolenfeld, Wunstorf /// Flughafen, Bremen /// Flughafen, Köln-Bonn /// Geibelstraße, Hannover /// Hambkebach, Bad Oeynhausen /// Hauptpumpwerk, Rodenberg /// Hochwasserschutz, Rinteln /// Kanalsanierung, Hannover /// Kanalsanierung, PeineDungelbeck /// Kaserne, Minden /// Merkur Spielbank, Siegburg INGENIEURBAU ARA, Munster /// Hochbehälter Bökenburg, Vlotho /// Kläranlage, Espelkamp /// Kläranlage Tengern, Hüllhorst /// Membranfiltration, Wolfsburg /// Misch- und Ausgleichsbehälter, Neustadt am Rübenberge /// Pumpwerk, Wunstorf /// Trinkwasserbehälter, Ilsede BAUSANIERUNG Fassadensanierung, Essen /// Mineralsalzanlage, Marl /// Parkhaus, Lehrte /// Parkpalette, Volksbank Lichtenau /// Tiefgarage, Hannover /// Tiefgarage, Höxter /// Vorklärbecken, Minden /// Wohn- und Geschäftshaus, Espelkamp BAUEN IM BESTAND Mineralsalzanlage, Marl /// Möbel Heinrich, Kirchlengern /// Möbel Heinrich, Peine /// Viktoriastraße, Bad Oeynhausen S. 22 S. 26 S. 36 S. 6 S. 10 S. 12 S. 14 S. 18 S. 16 S. 20 S. 24
LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, Wir bei KÖGEL sind überzeugt: Wer Verantwortung erhält, wächst an und mit seinen Aufgaben. Das ist bei uns gelebte Praxis und zahlreiche Erfolgsgeschichten aus unserem Team belegen das – etwa Celina Reker, die als Kalkulatorin ihr Know-how einbringt, Mario Celuch, der sich vom Auszubildenden zum gestandenen Projektleiter entwickelt hat, oder Oberpolier Jörg Focke (S. 38–39). Sie alle stehen beispielhaft dafür, was möglich ist, wenn Menschen Vertrauen und Gestaltungsfreiraum bekommen: Sie übernehmen Verantwortung, bringen sich ein und wachsen daran. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre der 59. Ausgabe des KÖGEL Dialogs. Herzlichst Verantwortung zu übernehmen, heißt für mich, vorzudenken und Antworten auf Fragen zu finden, die heute so vielleicht noch nicht gestellt werden. Es bedeutet, nicht nur auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren, sondern Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und heute die Weichen für morgen zu stellen. Genau so richten wir unser Unternehmen zukunftssicher aus: Wir entwickeln uns mit neuen Geschäftsbereichen wie Kleffmann und unserem Standort Rhein-Ruhr weiter und handeln proaktiv, um die Bedürfnisse unserer Kunden frühzeitig zu verstehen und ihnen gute Lösungen zu bieten. Ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft ist die Erweiterung unserer Geschäftsleitung: Seit dem 1. Juli 2026 gehört mein Sohn Sebastian Kögel zur Geschäftsleitung unserer Unternehmensgruppe. Damit denken Peter Kögel, Torsten Richter und ich heute schon an morgen. Denn auch wenn wir noch einige Jahre im Unternehmen bleiben, möchten wir die Übergabe an die nächste Generation frühzeitig, gewissenhaft und nachhaltig gestalten. Deshalb haben wir auch den KÖGEL Kader, unser internes Talentprogramm, ins Leben gerufen. Hier versammeln sich junge Kollegen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und unser Unternehmen zukünftig mitzugestalten. So legen wir den Grundstein, Verantwortung zu teilen und Schritt für Schritt weiterzugeben. Wie Sebastian seine neue Aufgabe annimmt und wofür er als Mensch und Führungskraft steht, erfahren Sie im Titelinterview auf den Seiten 36–37. Durch unsere Projekte tragen wir auch gesellschaft- liche Verantwortung und stärken zentrale Bereiche wie Sicherheit, Infrastruktur und Bildung. In Lüdenscheid errichten wir den Rohbau für die neue Hauptfeuer- und Rettungswache und schaffen damit die Basis für schnelle Hilfe im Notfall (S. 6–7). Für die sichere Trinkwasserversorgung in Peine baut unser Ingenieurbau einen großen Trinkwassertiefbehälter (S. 22–23). Und gemeinsam mit der Stadtentwicklungsgesellschaft Herford sanieren wir drei ehemalige Kasernengebäude zu einem modernen Bildungscampus (S. 10–11).
4 INHALT 6 HAUPTFEUER- UND RETTUNGSWACHE, LÜDENSCHEID Retten – Löschen – Bergen – Bauen 8 FEUERWEHRTECHNISCHE ZENTRALE Wo Einsatzbereitschaft entsteht 10 BILDUNGSCAMPUS, HERFORD Von der Kaserne zum Bildungsstandort 12 VERWALTUNGSGEBÄUDE BSB, MESCHEDE Perfektes Timing für das grüne Zentrum in Meschede STANDORT RHEIN-RUHR 14 WEBER1, ESSEN WEBER1: Vertrauensvolle Zusammenarbeit bis zur Schlüsselübergabe 16 HAMBKEBACH, BAD OEYNHAUSEN Anspruchsvolle Aufgabe in vertrauter Umgebung 18 GEIBELSTRASSE, HANNOVER Fachwissen trifft Fingerspitzengefühl 20 MEMBRANFILTRATION, WOLFSBURG Gemeinsame Expertise für sauberes Wasser 22 TRINKWASSERTIEF- BEHÄLTER, ILSEDE Partnerschaftlich für eine sichere Wasserversorgung HOCHBAU INGENIEURBAU SCHLÜSSELFERTIGBAU TIEF- UND ROHRLEITUNGSBAU 24 TIEFGARAGE MARITIM AIRPORT HOTEL, HANNOVER Parkdecksanierung in Bestzeit BAUEN IM BESTAND 26 MÖBEL HEINRICH, KIRCHLENGERN/PEINE Zukunftsorientierte Zusammenarbeit seit fast zehn Jahren BAUSANIERUNG INHALT
5 INHALT 42 NACHHALTIGKEIT Nachhaltig handeln – Zukunft sichern 44 KÜNSTLICHE INTELLIGENZ Mit KI verantwortungs- bewusst wirtschaftlichen Erfolg sichern IMPULSE 46 ARBEITSKREIS INFORMATIONS- MANAGEMENT Digitalisierung gemeinsam gestalten 48 SOMMERFEST MIT KUNDEN UND PARTNERN Glanzvolle Zeitreise in die Goldenen Zwanziger 50 ERFOLGREICHE FERNWÄRMEZERTIFIZIERUNG Zertifiziert für die Zukunft 36 SEBASTIAN KÖGEL IM INTERVIEW Am Ende sind es immer die Menschen, die den Unterschied machen 38 VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN UND ÜBERGEBEN Verantwortung als Erfolgskonzept 40 AUSBILDUNG Zukunft Handwerk: KÖGEL startet mit starkem Azubi-Jahrgang TEAM KÖGEL 28 KLEFFMANN RECYCLING & BODENMANAGEMENT Nachhaltigkeit trifft wirtschaftliche Effizienz 30 KB ANLAGENBAU Innovation und Erweiterung der Kapazitäten 32 TECTUM FACILITY MANAGEMENT Wie aus einem Auszug ein gelungener Neuanfang wird 34 SCHLOSS OVELGÖNNE Feiern und Tagen in historischem Ambiente UNTERNEHMENSGRUPPE INNOVATION UND ENTWICKLUNG
6 HOCHBAU Das Gebäudeensemble gliedert sich in fünf ringförmig angeordnete Bauteile, die einen zentralen Innenhof umschließen. Die einzelnen Gebäudeteile variieren in ihrer Geschossigkeit und sind teilweise in die Hanglage eingebunden. »Wir schaffen mit diesem Projekt Räume für Einsatzkräfte, die im ErnstRETTEN – LÖSCHEN – BERGEN – BAUEN EIN WICHTIGES INFRASTRUKTURPROJEKT FÜR DIE STADT LÜDENSCHEID ENTSTEHT: SEIT MÄRZ 2026 REALISIERT DER KÖGEL HOCHBAU DEN ROHBAU DER NEUEN HAUPTFEUER- UND RETTUNGSWACHE. DIE PROJEKTLEITER, MOHAMMAD AHMAD, MARCIN SERAFIN UND MARCO NEUGEBAUER, STEUERN EIN BAUVORHABEN, DAS IN VIELERLEI HINSICHT MASSSTÄBE SETZT – INSBESONDERE IM HINBLICK AUF KOMPLEXITÄT, ZUSAMMEN- ARBEIT UND ENERGIEEFFIZIENZ. BAUVORHABEN Hauptfeuer- und Rettungswache, Lüdenscheid BAUHERR Stadt Lüdenscheid PROJEKTLEITUNG Mohammad Ahmad, Marcin Serafin, Marco Neugebauer POLIERE Sascha Buschmann, Cenk Deeb 14.200 m² BRUTTOGESCHOSSFLÄCHE 10.750 m3 VERBAUTER BETON ca. 800 t BEWEHRUNG fall schnell ausrücken müssen und dafür reibungslose Abläufe benötigen«, betont Mohammad Ahmad. Neben Fahrzeughallen, Technik- und Lagerflächen entstehen auch eine Sporthalle sowie moderne Bereiche für Ausbildung, Aufenthalt und Verwaltung. Mohammad Ahmad, Cenk Deeb und Marcin Serafin (v. l.) aus dem KÖGEL Hochbau leiten diese beachtliche Großbaustelle.
7 HOCHBAU fundamenten sorgt dafür, dass die Lasten des Gebäudes sicher und gleichmäßig in den Boden eingeleitet werden. Die Abdichtung erdberührter Bauteile mit Frischbetonverbundfolie ist dabei ein zentrales Element. Sie schützt den Beton vor Feuchtigkeit und gewährleistet die Langlebigkeit des Gebäudes. Zügiger Baufortschritt und beeindruckende Dimensionen Die Größe und Komplexität des Projekts stellen das Team vor besondere Herausforderungen. »Die Koordination der vielen verschiedenen Bauteile und Gewerke ist die größte Herausforderung«, schildert Marcin Serafin. Regelmäßige Abstimmungen, Wochenbesprechungen und tägliche Runden auf der Baustelle sorgen dafür, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und flexibel auf Veränderungen reagieren können. Die Fertigstellung des Rohbaus ist für Anfang 2027 geplant. Aktuell ist dieser bereits zu rund 60 Prozent fertiggestellt. »Die Baustelle entwickelt sich dynamisch – nach den aufwendigen Erd- und Fundamentarbeiten wächst der Rohbau jetzt zügig in die Höhe«, berichtet Mohammad Ahmad. Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: 3.500 Kubikmeter Bodenaushub, 2,6 Kilometer Grundleitungen, 1.300 Quadratmeter Frischbetonverbundfolie und insgesamt 14.200 Quadratmeter Bruttogeschossfläche verdeutlichen die Leistungsfähigkeit des Teams. Für Mohammad Ahmad ist die neue Feuerwache aber nicht nur aufgrund der Größe kein Bauvorhaben wie jedes andere: »Daran mitzuarbeiten, dass in Lüdenscheid ein Gebäude entsteht, das im Ernstfall Menschenleben schützt, ist für mich schon wirklich etwas Besonderes«, unterstreicht der Projektleiter stolz. Energieeffizienz als Leitmotiv Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf der Energieeffizienz. Bereits in der Rohbauphase werden die Weichen für einen ressourcenschonenden Betrieb gestellt. »Die Anforderungen an Dämmung, Abdichtung und die spätere Gebäudetechnik sind hoch. Die Stadt Lüdenscheid legt großen Wert darauf, dass das Gebäude nicht nur funktional, sondern auch nachhaltig und zukunftsfähig ist«, erläutert Mohammad Ahmad. Die Verwendung hochwertiger Materialien und innovativer Bauverfahren trägt dazu bei, den Energieverbrauch langfristig zu minimieren. Anspruchsvolle Hanglage Die besondere Topografie des Baugrunds erfordert maßgeschneiderte Lösungen: »Wir bauen hier auf felsigem Untergrund und in einem Bereich auf einer ausgeprägten Böschung. Das verlangt eine sehr genaue Vorbereitung des Baugrunds«, erklärt Marcin Serafin. Eine Vielzahl von Bohrpfählen und StreifenSo soll die Hauptfeuer- und Rettungswache in Lüdenscheid 2028 aussehen. Bis Anfang 2027 realisiert KÖGEL dafür den Rohbau. Das Bauvorhaben gliedert sich in fünf ringförmig angeordnete Bauteile auf. Mit dem Voran- schreiten des Rohbaus wachsen diese zu einem großen Gebäudekomplex zusammen.
8 HOCHBAU MIT DEM BAU EINER NEUEN FEUERWEHRTECHNISCHEN ZENTRALE LEISTET KÖGEL EINEN WICHTIGEN BEITRAG ZUR SICHERHEIT VON MENSCHEN UND INFRASTRUKTUR. BESONDERS BEI DIESEM PROJEKT: DAS GEBÄUDE WIRD IN HYBRIDBAUWEISE AUSGEFÜHRT. DAS HEISST, NEBEN BETON KOMMT VOR ALLEM DER BAUSTOFF HOLZ ZUM EINSATZ. WO EINSATZBEREITSCHAFT ENTSTEHT » Hier entsteht ein Hybridbau, der die Vorteile der Baustoffe Beton und Holz miteinander verbindet.« Thomas Becker und Florian Strehl (v. l.) aus dem KÖGEL Hochbau leiten das Projekt. Sie kümmern sich um die Erd-, Beton-, Abdichtungs- und Bewehrungsarbeiten inklusive Stahl- und Gerüstbau.
9 HOCHBAU Opti temporestia in prepelit repuditati de ma ab ipis aliqui sunte volupta volut fugitio ilignienim qui dolorum dit, id que si rehento cus assequi autaepr esendae pediate pratur, ut lab illupisti sus escil magDas Hochbauteam ist an der Umsetzung des Rohbaus beteiligt und kümmert sich um die Erd-, Beton-, Abdichtungs- und Bewehrungsarbeiten inklusive Stahl- und Gerüstbau. Außerdem führt das Projektteam technische Vorleistungen für Abwasser, Trinkwasser, Wärmeverteilung, Elektroeinlagen und Blitzschutz aus. Im Interview gewährt Projektleiter Florian Strehl Einblicke hinter die Kulissen. ? Über welche Dimensionen sprechen wir bei diesem wichtigen Projekt? Die neue Feuerwehrtechnische Zentrale gliedert sich in drei wesentliche Bereiche: einen Büro- und Ausbildungsbereich mit rund 3.500 Quadratmetern über zwei Ebenen, eine Fahrzeughalle mit gut 2.000 Quadratmetern sowie ein Werkstattgebäude mit rund 500 Quadratmetern. Wir sind für die tragende Betonkonstruktion zuständig, auf der im Anschluss der Holzbauer aufbaut. So entsteht ein Hybridbau, der die Vorteile der Baustoffe Beton und Holz miteinander verbindet. ? Welche Bereiche des Gebäudes sind für eure Ausführung des Betonbaus besonders entscheidend? Vor allem die großen Hallenbereiche. Die Fahrzeughalle und die Werkstatt werden eingeschossig, über eine Höhe von rund acht Metern ausgeführt. Das schafft den nötigen Raum für Einsatzfahrzeuge, Technik, Wartung und Materiallogistik. Für den Rohbau bedeutet das: große Spannweiten, hohe Wand- flächen und eine Konstruktion, die dauerhaft belastbar und exakt auf die spätere Nutzung abgestimmt sein muss. ? Gab es Optimierungen im Bauablauf? Ja. Gemeinsam mit den Projektbeteiligten haben wir entschieden, verschiedene Bau- teile in Halbfertigteilbauweise umzusetzen. Halbfertigteile sind vorgefertigte Betonelemente, die auf der Baustelle montiert und anschließend mit Ortbeton ergänzt werden. Für den Bauablauf bedeutet das eine große Zeitersparnis: Viele Arbeitsschritte lassen sich besser vorbereiten, die Montage vor Ort wird strukturierter und die Ausführung ist gut planbar. Gerade bei den hohen Wandflächen zahlt sich diese Vorbereitung aus, weil weniger Schalungsaufwand auf der Baustelle entsteht und die Qualität der Wandflächen sehr gut steuerbar ist. ? Was ist aus baulicher Sicht die größte Herausforderung? Das sind auch die eben genannten acht Meter hohen Halbfertigteilwände. Neben den zuvor aufgeführten Vorteilen bringen diese auch eine gewisse bauliche Komplexität mit: Die Teile müssen sicher transportiert, mit dem Kran präzise positioniert, millimetergenau ausgerichtet und während der Montage zuverlässig gesichert werden. Gleichzeitig müssen Bewehrung, Anschlüsse und spätere Einbauteile sauber vorbereitet sein, damit alles im Zusammenspiel passt. ? Wie ist der aktuelle Stand der Feuerwehrzentrale? Das Bauvorhaben läuft strukturiert und im abgestimmten Zeitrahmen. Wir sind seit Februar vor Ort. Die Fertigstellung ist für das Jahresende geplant. Entscheidend dafür ist die enge Koordination zwischen Planung, Fertigung und Ausführung. Gerade bei einem Projekt mit unterschiedlichen Bauweisen – Beton, Halbfertigteile und Holzbau – müssen Schnittstellen früh geklärt und Abläufe sauber aufeinander abgestimmt werden. ? Was ist für dich das Besondere an diesem Projekt? Vor allem die Kombination der verschiedenen Bauweisen. Neben unserem Rohbauanteil wird ein großer Teil des Gebäudes in Holzbauweise realisiert. Solche Hybridbauweisen gewinnen an Bedeutung, weil sie unterschiedliche Materialien und deren individuelle Stärken gezielt miteinander verbinden. Auch aus Gründen der Nachhaltigkeit setzen gerade öffentliche Auftraggeber vermehrt auf den Baustoff Holz. Für uns ist es spannend zu sehen, wie Beton- und Holzbauteile auf der Baustelle zusammenspielen und welche Erkenntnisse wir daraus für künftige Projekte gewinnen. BAUVORHABEN Feuerwehrtechnische Zentrale PROJEKTLEITUNG Florian Strehl POLIER Thomas Becker 3.500 m² BÜRO- UND AUSBILDUNGSBEREICH 8 m hohe HALBFERTIGTEILWÄNDE 2.000 m² FAHRZEUGHALLE 500 m² WERKSTATTGEBÄUDE Holz trifft auf Beton – das vereint Nachhaltigkeit und Tragfähigkeit. Die neue Feuerwehrtechnische Zentrale besteht aus drei zentralen Bereichen: einem Büro- und Ausbildungsteil, einer Fahrzeughalle und einem Werkstattgebäude.
10 SCHLÜSSELFERTIGBAU IN HERFORD ENTSTEHT AUF DEM GELÄNDE DER EHEMALIGEN WENTWORTH-KASERNE EIN ZUKUNFTS- WEISENDER BILDUNGSCAMPUS. DER KÖGEL SCHLÜSSELFERTIGBAU ÜBERNIMMT DIE SANIERUNG UND UMNUTZUNG DREIER DENKMALGESCHÜTZTER BESTANDSGEBÄUDE – UND LEISTET EINEN WICHTIGEN BEITRAG ZUR ENTWICKLUNG EINES STANDORTS, DER IN DEN KOMMENDEN JAHREN FÜR BILDUNG, INNOVATION UND MODERNE ARBEITSWELTEN STEHEN WIRD. VON DER KASERNE ZUM BILDUNGSSTANDORT Baustart war im Juni. Bis Dezember 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen und die Gebäude bezogen sein. »In einem findet eine Schule für Pflegeberufe Platz, das zweite wird ein Verwaltungsgebäude und im dritten Gebäude sind Büroflächen geplant«, verrät Patrick Bekemeier, der das Projekt mit seinen Kollegen Thorben Vieker, Max Gläßer und Detlef Wartmann leitet. Frühe Einbindung und partnerschaftliche Planung Eine Besonderheit ist, dass der KÖGEL Schlüsselfertigbau bereits deutlich vor der Bauausführung ins Projekt eingestiegen ist. »Unser Kunde, die Stadt- entwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford mbH, hatte zu Beginn keine Bauplanung vorliegen, sondern lediglich für jedes Gebäude eine angedachte Nutzung mit Vorstellungen z. B. zur Raum- und Arbeitsplatzanzahl«, berichtet Patrick Bekemeier. »Daraus haben wir gemeinsam mit einem Planungsteam ein Konzept entwickelt – von der Raumaufteilung bis zu den technischen Anforderungen. Dadurch konnten wir früh zeigen, wie wir die Wünsche des Bauherrn verstehen und in eine funktionierende bauliche Lösung übersetzen würden. Im Ausschreibungsverfahren wurde unser Konzept auf Grundlage eines KriterienStolz auf ihr Projekt und den Baufortschritt sind Patrick Bekemeier, Max Gläßer, Detlef Wartmann und Thorben Vieker (v. l.). © SEH Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford
11 SCHLÜSSELFERTIGBAU BAUVORHABEN BildungsCampus, Herford BAUTRÄGER SEH Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford mbH PROJEKTLEITUNG Patrick Bekemeier, Thorben Vieker, Max Gläßer POLIER Detlef Wartmann Polier Detlef Wartmann organisierte das Sommerfest auf der Baustelle. Für alle am Bau Beteiligten gab es Brathähnchen, Frikadellen, Pommes, Salat und kühle Getränke. kataloges bewertet und konnte sich schlussendlich durchsetzen«, erklärt der Projektleiter stolz. Denkmalschutz als besondere Herausforderung »Wir haben vom Bauherrn komplett entkernte Gebäude übergeben bekommen, sprich blanke Wände, kein Estrich, keine Leitungen. Das machen wir nun alles neu und passen es an den heutigen Standard an. Ein besonderes Vorgehen ist von uns an der Fassade mit den zahlreichen Sprossenfenstern und in den Treppenhäusern gefordert. Diese Bereiche der Bausubstanz aus den 1930er-Jahren stehen nämlich unter Denkmalschutz«, beschreibt Patrick Bekemeier. Polier Detlef Wartmann ergänzt: »Die Treppenstufen und Fensterbänke aus Naturstein bereiten wir genau wie die markanten historischen Eingangs- türen auf, um sie im Original zu erhalten. Die Holzfenster werden hingegen originalgetreu nachgebaut, um sowohl die Energieeffizienz zu gewährleisten als auch den hochwertigen historischen Charakter zu bewahren.« Ein spezielles Augenmerk liegt bei dem Sanierungsprojekt auch auf Statik und Brandschutz. Da nur wenige belastbare historische Unterlagen vorhanden sind, musste das Team die gesamte Immobilie direkt vor Ort neu aufmessen, prüfen und bewerten. »Um das Gebäude an die heutigen brandschutztechnischen und statischen Anforderungen anzupassen, mussten wir ein paar Veränderungen vornehmen, wie neue Stahlträger zu setzen«, verrät Patrick Bekemeier. Gemeinsam Erfolge feiern Anfang September konnte KÖGEL mit Auftraggeber und Partnerunternehmen einen ersten Meilenstein feiern: Im ersten Gebäude waren alle originalgetreuen Fenster eingebaut und die Ausbaugewerke mit Innenputz, Estricharbeiten und technischer Gebäudeausrüstung im vollen Gange. »Normalerweise feiern wir bei Baumaßnahmen Richtfest – hier stand der Rohbau nun schon. Deshalb haben wir das Etappenziel mit einem Sommerfest auf der Baustelle mit allen Beteiligten gefeiert. So konnten wir Danke für das große Engagement und die super Zusammenarbeit sagen«, resümiert der Projektleiter. Lean Management als Erfolgsfaktor Dass das Projekt so gut vorankommt und aktuell perfekt im Zeitplan ist, liegt auch daran, dass der Bauablauf im Vorfeld genaustens geplant und optimiert wurde. »In der Planungsphase haben uns 10-minütige Lean Briefings mit Dominik Schön geholfen, uns in kurzer Zeit fokussiert und effizient auszutauschen und unsere Termine z. B. bei der Einreichung des Bauantrags taggenau einzuhalten. In einem Workshop zum Terminplan haben wir dann nochmal die Köpfe zusammengesteckt, das Wissen aller eingefangen und Arbeitsabläufe so optimiert, dass wir die knapp bemessene Bauzeit für das erste Gebäude bis Ende 2026 halten werden«, freut sich Patrick Bekemeier. Starke Partnerschaft auf Augenhöhe »Bei einem öffentlichen Bauvorhaben dieser Größenordnung gibt es viele Abstimmungen und Entscheidungswege. Das erfordert, dass Themen frühzeitig angesprochen, Umsetzungsvarianten transparent gemacht und gemeinsam tragfähige Lösungen gefunden werden«, erklärt Patrick Bekemeier. »Durch gegenseitiges Verständnis, viel Kommunikation und eine Zusammenarbeit auf Augen- höhe gelingt uns das hier richtig gut.« 1930er-Jahre BAUSUBSTANZ 3 DENKMALGESCHÜTZTE GEBÄUDE 12.000 m² BRUTTOGESCHOSSFLÄCHE Das Baustellenteam um Thorben Vieker (Mitte) bedankte sich mit der Feier bei allen Gewerken für die bisher geleistete Arbeit. Stadtentwicklung in Herford: Die drei ehemaligen Kasernengebäude werden mit der Hilfe des KÖGEL Teams zu einer Schule für Pflegeberufe, einem Verwaltungsgebäude und modernen Büroflächen. » I n der Planungsphase haben uns 10-minütige Lean Briefings mit Dominik Schön geholfen, uns in kurzer Zeit fokussiert und effizient auszutauschen.«
12 SCHLÜSSELFERTIGBAU ZUFRIEDENE KUNDEN KOMMEN WIEDER: MIT DEM NEUEN VERWALTUNGSGEBÄUDE IN MESCHEDE REALISIERTE DER KÖGEL SCHLÜSSELFERTIGBAU BEREITS DAS VIERTE PROJEKT FÜR DIE BSB. DAS TEAM UM PROJEKTLEITER BASTIAN SÜLBERG-TEWES LIESS SICH SELBST VON EINER ZWEIEINHALBMONATIGEN WINTERPAUSE NICHT AUSBREMSEN. Die BSB GmbH ist eine auf land- und forstwirtschaftliche Betriebe spezialisierte Steuerberatung. Das neue Verwaltungsgebäude vereint die Standorte Meschede und Brilon und bündelt verschiedene Ansprechpartner und Kompetenzen an einem Ort. »Für die Menschen aus der Region entsteht damit eine zentrale Anlaufstelle. Sie müssen nicht mehrere Wege gehen, sondern finden wichtige Partner und Dienstleistungen an einem Ort«, erläutert Bastian Sülberg-Tewes. Woran er sich bei der Umsetzung des »Grünen Zentrums« besonders gerne erinnert, verrät er im Interview. ? W elche Leistungsphase hat dir am meisten Spaß gemacht und warum? Für mich ist der Innenausbau immer eine der schönsten Phasen. In dieser Zeit verändert sich ein Gebäude sehr sichtbar. Aus einem Rohbau, der noch rau und unfertig wirkt, wird Stück für Stück ein nutzbarer, heller und einladender Ort. Man sieht fast täglich Fortschritte: Räume bekommen Kontur, Ober- flächen werden fertig, Technik verschwindet im Hintergrund und plötzlich entsteht Atmosphäre. Genau das macht diese Phase so spannend. ? R ichtfest im Plan, Abnahme im Plan – dieses Bauvorhaben lief wie im Bilderbuch. Welche Faktoren haben dazu geführt? Ein wichtiger Erfolgsfaktor war die enge Abstimmung auf der Baustelle. Wir haben regelmäßig gemeinsam auf die nächsten Schritte geschaut, Aufgaben sauber koordiniert und früh reagiert, wenn sich Rahmenbedingungen verändert haben. Gerade im Winter war das wichtig, weil die Witterung im Sauerland nicht immer einfach ist. Entscheidend war, dass das Gebäude rechtzeitig wetterdicht war. So konnten wir im Inneren weiterarbeiten, während draußen noch nicht alles möglich war. Zum Ende hin mussten viele Arbeiten parallel laufen. Innenausbau, Fassade und Außenanlagen griffen eng ineinander. Das funktioniert nur, wenn alle Beteiligten wissen, worauf es ankommt, und lösungsorientiert zusammenarbeiten. ? W orauf bist du am meisten stolz? Am meisten freut mich, wenn der Kunde zufrieden ist. Wenn man vorher eine freie Fläche sieht und am Ende steht dort ein fertiges Gebäude mit einer starken Klinkerfassade, bepflanzten Außenbereichen und Räumen, in denen Menschen arbeiten, dann ist das ein sehr gutes Gefühl. Genau das macht den Bau PERFEKTES TIMING FÜR DAS GRÜNE ZENTRUM IN MESCHEDE
13 SCHLÜSSELFERTIGBAU BAUVORHABEN Verwaltungs- gebäude BSB, Meschede BAUHERR BSB GmbH – Landwirtschaftliche Buchstelle PROJEKTLEITUNG Bastian Sülberg- Tewes 14 Monate BAUZEIT 800 m² BRUTTOGESCHOSSFLÄCHE 80 ARBEITSPLÄTZE für mich aus: Am Ende bleibt etwas Sichtbares, Nutzbares und Wertvolles. ? Nun hat KÖGEL bereits vier erfolgreiche Projekte für die BSB realisiert. Wie würdest du die Zusammenarbeit mit Mathias Hammerlage und seinem Team beschreiben? Ein einheitliches Farbkonzept und naturnahe Motive lassen die Räum- lichkeiten der landwirtschaftlichen Buchstelle erstrahlen. »Mit dem Grünen Zentrum haben wir im Hochsauerlandkreis eine zentrale Anlaufstelle für Landwirte bei Rechts-, Steuer- und Sozialversicherungsfragen geschaffen. Dafür war uns ein lösungsorientierter Partner wichtig, auf den wir uns in Abstimmung und Bauablauf verlassen können. Mit KÖGEL BAU hat das – wie schon bei früheren Projekten – sehr gut funktioniert. Im Projektteam haben wir stets auf Augenhöhe KUNDENSTIMME MIT MATHIAS HAMMERLAGE, LEITER ORGANISATION BEI DER BSB Mathias Hammerlage von der BSB, Projektleiter Bastian Sülberg- Tewes und Architekt Frank Scharping (v. l.) stehen stolz vor dem neuen Verwaltungsgebäude. Die Zusammenarbeit war sehr partnerschaftlich, offen und lösungsorientiert. Kurze Entscheidungswege haben uns sehr geholfen. Natürlich gibt es in jedem Bauvorhaben Punkte, die man gemeinsam klären muss. Wichtig ist dann, dass alle Beteiligten konstruktiv bleiben und schnell zu guten Lösungen kommen. Genau das war hier der Fall. Wir konnten offen miteinander sprechen, Entscheidungen zügig treffen und das gemeinsame Ziel im Blick behalten. Und ich finde, das sieht man dem Ergebnis an. kommuniziert. Auch wenn wir nicht immer sofort einer Meinung waren, haben wir am Ende gemeinsam eine gute Lösung gefunden. Herr Sülberg-Tewes hat dafür gesorgt, dass wir termingerecht fertig wurden. Gleichzeitig wissen wir: Auch nach Abschluss des Projekts bleibt KÖGEL für uns ansprechbar und kümmert sich zuverlässig um offene Fragen.« Hochwertiger Klinker, eine große Photovoltaikanlage und gepflegte Außenanlagen prägen das moderne Äußere des Grünen Zentrums.
14 STANDORT RHEIN-RUHR DAS GROSSPROJEKT WEBER1 IN ESSEN MARKIERT EINEN MEILENSTEIN FÜR DEN KÖGEL BAU STANDORT RHEINRUHR. URSPRÜNGLICH ALS ROHBAUPROJEKT GESTARTET, FÜHRT DAS TEAM DEN GEBÄUDEKOMPLEX NUN ALS GENERALUNTERNEHMER BIS ZUR SCHLÜSSELÜBERGABE AUS. WEBER1: VERTRAUENSVOLLE ZUSAMMENARBEIT BIS ZUR SCHLÜSSELÜBERGABE »Die offene und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber Allbau hatte einen wesentlichen Anteil daran, dass uns auch die schlüsselfertige Umsetzung übertragen wurde«, ist Projektleiter Maik Frehmann überzeugt. Er schätzt besonders die Lösungsorientierung und die Zuverlässigkeit der Kundenseite. Eine Zwischenbilanz. ? Maik, ursprünglich war KÖGEL nur für den Rohbau von WEBER1 vorgesehen. Wie kam es dazu, dass wir nun das gesamte Projekt bis zur Schlüsselübergabe weiterführen? Den Rohbau des großen Wohn- und Geschäftshauses in Essen haben unsere Hochbaukollegen aus Bad Oeynhausen realisiert und dabei wirklich einen guten Job gemacht. Das hat auch der Bauherr so empfunden. Zu jeder Zeit stand ihm ein fester Ansprechpartner zur Verfügung, der sich um sämtliche Fragen zur Baustelle gekümmert hat. Dadurch entstand der Wunsch, auch im Ausbau mit einem Partnerunternehmen zusammenzuarbeiten, das die Koordination sämtlicher Gewerke übernimmt. Hierfür hat unser Schlüsselfertigbau dann ein neues Angebot erstellt und den Bauherren erneut überzeugt. Mit der Ausführung des Großprojekts wurde unser Team vom Standort Rhein-Ruhr betraut. Das war für uns ein großes Zeichen des Vertrauens. ? Wie wird das Gebäude nach der Fertigstellung des Baus genutzt? WEBER1 besteht aus vier Gebäudeteilen: Haus 1 wird vom Standesamt bezogen. Hier entstehen Trausäle, Büroflächen und im Staffelgeschoss ein großer Besprechungsraum. Die Häuser 2 bis 4 sind für insgesamt 51 öffentlich geförderte Zwei- bis Fünf-ZimmerWohnungen vorgesehen. Im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes gibt es zusätzliche Gewerbeflächen, beispielsweise für Gastronomie. ? Wie ist der aktuelle Baufortschritt und welche Aufgaben warten noch auf euch? Wir sind im Innenausbau schon weit: Haus 2 ist nahezu fertig, dort starten bald die ersten Abnahmen. Danach folgen Haus 3 und 4, und auch Haus 1 soll bis zum Jahresende abnahmebereit sein. Eine große Aufgabe ist und bleibt die anspruchsvolle Fassade mit verschiedenen Ebenen, Materialien und VerDas Team vom KÖGEL BAU Standort Rhein-Ruhr realisiert das Wohn- und Geschäftsquartier WEBER1 bis zur Schlüsselübergabe. Eine große Herausforderung ist die aufwendige Fassade mit vielen Ebenen, Materialien und Versprüngen.
15 STANDORT RHEIN-RUHR BAUVORHABEN WEBER1, Essen BAUHERR Allbau Management- gesellschaft mbH PROJEKTTEAM Maik Frehmann, Jens Malmedy, Magnus Lohmann, Van Huynh Vo, Marco van Lier, Thomas Bußmann, Olaf Redeker, Matthias Hopp, Max Gläßer, Dzemaludin Kico sprüngen. Hier hatten wir in der Vergangenheit aufgrund der baulichen Komplexität schon Hürden beim Wärme-Dämm-Verbundsystem zu nehmen. Solche Details erfordern viel Abstimmung und Präzision. Wichtig ist, dass wir eng mit unseren beauftragten Gewerken und dem Auftraggeber zusammenarbeiten, um die vereinbarten Ziele zu erreichen. ? Was ist für dein Team bei diesem Projekt darüber hinaus besonders herausfordernd? Die Koordination ist das A und O: Rund 30 Gewerke müssen perfekt ineinandergreifen, oft sind über 100 Monteure und Handwerker gleichzeitig vor Ort. Jeder muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, damit die Abläufe stimmen. Das erfordert viel Kommunikation – manchmal auch über Sprachbarrieren hinweg –, Kontrolle und schnelle Lösungen, wenn etwas nicht passt. Nur so entsteht aus vielen Einzelleistungen ein funktionierendes Gebäude. ? Welche Rolle spielen die wöchentlichen Lean-Besprechungen dabei? Die Lean-Besprechungen sind für uns enorm hilfreich. Auf den Tafeln im Baucontainer sehen alle am Bau Beteiligten, wann sie dran sind und wie die Abläufe aufeinander aufbauen. Wir teilen die Besprechungen nach Themen auf, etwa Gebäudehülle, Innenausbau oder Technik, um gezielt steuern zu können. So bleiben die nächsten Schritte für alle Gewerke greifbar und wir können flexibel auf Veränderungen reagieren. Zusätzlich zu den Wochenplanungen müssen wir als Gesamtverantwortliche aber auch die großen Fristen aus dem Bau- zeitenplan im Blick behalten. Wenn diese beiden Terminschienen perfekt ineinandergreifen, geht unser Plan auf und wir sind bestens zufrieden. ? Ihr hattet auch mehrere kleine Events auf eurer Baustelle. Wie tragen diese gemeinsamen Aktivitäten zur Motivation bei? Solche Aktionen sind für die Stimmung sehr wichtig. Beispielsweise hat die Allbau Kin- dergartenkinder auf unsere Baustelle eingeladen und wir haben mit den Kleinen Rundgänge, inklusive Messübungen und Teleskoplader-Fahren, veranstaltet. So was macht uns große Freude oder auch unsere kleinen Baustellenfeste, bei denen wir alle Gewerke zum Mittagessen an einem Foodtruck ein- geladen haben. Das stärkt das Miteinander und sorgt dafür, dass man sich auch abseits der Arbeit begegnet und noch mal über ganz andere Themen redet. 51 2- BIS 5 ZIMMERWOHNUNGEN 14.520 m² BRUTTOGESCHOSSFLÄCHE 464 FENSTER 170 km KABEL UND LEITUNGEN Damit alle Gewerke passend ineinandergreifen, stecken Maik Frehmann, Magnus Lohmann und Jens Malmedy (v. l.) regelmäßig die Köpfe zusammen. Maik Frehmann leitet die schlüsselfertige Großbaustelle am Weberplatz in Essen. Hier den Baufortschritt im Zeitraffer verfolgen. Aus der Vogel- perspektive sind die vier Gebäude- teile von WEBER1 gut zu erkennen.
ANSPRUCHSVOLLE AUFGABE IN VERTRAUTER UMGEBUNG 6 m Tiefe 1,50 m 2,50 m 100 m Länge 16 TIEF- UND ROHRLEITUNGSBAU
17 TIEF- UND ROHRLEITUNGSBAU MITTEN IN BAD OEYNHAUSEN ÜBERNAHM DER KÖGEL TIEFBAU IN DIESEM SOMMER EINE ANSPRUCHSVOLLE AUFGABE: UNTER DER MINDENER STRASSE, EINER DER WICHTIGSTEN VERKEHRSACHSEN DER KURSTADT, ERHIELT DER HAMBKEBACH EIN NEUES BETT. BAUVORHABEN Hambkebach, Bad Oeynhausen BAUHERR Stadt Bad Oeynhausen PROJEKTLEITUNG Günther Büschenfeld OBERPOLIER Jörg Focke PLANUNG Ingenieurbüro Wiese »Ziel der Maßnahme war es, vor dem Rückbau der Mindener Straße im Oktober den verrohrten Hambkebach in das für ihn vorgesehene Bett unterhalb und parallel zur Straße verlaufend zu verlegen«, erklärt Projektleiter Günther Büschenfeld. Die Verrohrung verlief ursprünglich unter den Häusern, kreuzte die Mindener Straße und war, wie Büschenfeld berichtet, »in die Jahre gekommen«. Kanalbau in der Königsklasse Das Bauvorhaben forderte die ganze Expertise des KÖGEL Tiefbaus: »Wir haben auf rund 100 Metern Länge die neue Verrohrung in einem Querschnitt von 2,50 mal 1,50 Metern in rund sechs Metern Tiefe mit aufwendigem Verbau verlegt«, schildert Günther Büschenfeld. »Das ist Kanalbau in der Königsklasse, denn diese Tiefe erfordert höchste Präzision und den Güteschutz nach AK1«, unterstreicht er. Hinzu kamen Umlegungsarbeiten an der Kanalisation sowie die Neuverlegung einer Wasserleitung. Erstmals kam dabei ein mobiles Stützsystem zur Sicherung der Baugrubenwände zum Einsatz. Die hydraulisch verstellbaren Träger und Verstrebungen ermöglichten eine flexible Anpassung ohne manuellen Umbau. »Das hätte mit herkömmlichen Verbaukörben erheblich mehr Zeit gekostet«, weiß Günther Büschenfeld. »Gerade bei engen Platzverhältnissen in der Stadt ist das System ein echter Mehrwert.« Verkehrsführung mit Augenmaß Zudem galt es, die Beeinträchtigungen für die Bürger so gering wie möglich zu halten. »Wir sind beim Sperren Stück für Stück vorgegangen. So war immer nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich gesperrt«, beschreibt der Projektleiter das Vorgehen. Durch umfangreiche Ausschilderungen und eine zweispurige Verkehrsführung blieb der Verkehrsfluss erhalten. »Hierfür standen wir kontinuierlich in engem Austausch mit dem Verkehrssicherer und der Verkehrsbehörde«, erinnert sich Günther Büschenfeld. Obwohl der KÖGEL Projektleiter das Ren- teneintrittsalter schon seit geraumer Zeit überschritten hat, ist seine Begeisterung für komplexe Projekte ungebrochen. »Diese Maßnahme ist für mich wirklich eine spannende Herausforderung und es freut mich besonders, dass ich sie direkt vor der Haustür für unsere Heimatkommune Bad Oeynhausen ausführen darf«, betont Günther Büschenfeld. Ein weiterer Motivationsfaktor sind seine Kollegen vor Ort. »Die gute Zusammenarbeit mit dem gesamten Projektteam sorgt dafür, dass ich auch nach so vielen Jahren immer noch gerne auf die Baustelle und ins Büro komme.« » Das ist Kanalbau in der Königsklasse.« Durch diese großen, tonnenschweren Profile fließt der Hambkebach nun unterhalb der Mindener Straße in Bad Oeynhausen. Das millimetergenaue Setzen erfordert starke Maschinen und viel Fingerspitzengefühl. Die herausfordernde Baustelle direkt vor der Haustür motiviert Günther Büschenfeld genauso wie das super Projektteam, auch mit über 70 noch weiter als Projektleiter bei KÖGEL BAU zu arbeiten.
18 Nachdem KÖGEL den sechsten Bauabschnitt bereits erfolgreich umgesetzt hatte, waren die Tiefbauexperten von Januar bis August auch beim nächsten Bauabschnitt im Einsatz. Im Interview gibt Projektleiter Timo Ratzke Einblicke in die Herausforderungen, die Besonderheiten und die Erfolgsfaktoren dieses Projekts. ? Wie seid ihr bei der Erneuerung der Mischwasserkanalisation in der Geibelstraße grundsätzlich vorgegangen? Wir haben zunächst die befestigten Verkehrsflächen geöffnet und sorgfältig geprüft, welche Leitungen bereits im Boden liegen. Gerade im innerstädtischen Bereich ist das entscheidend, da sich unter der Straße viele Versorgungsleitungen befinden. Erst wenn klar ist, wo welche Leitung verläuft, können wir gezielt und sicher weiterarbeiten. Anschließend haben wir uns schrittweise in die erforderliche Tiefe vorgearbeitet und den neuen Kanal in offener Bauweise verlegt. ? W as war dabei besonders anspruchsvoll? Die größte Herausforderung war die Tiefe der Baugrube – über fünf Meter. Um die Seitenwände stabil zu halten und die Sicherheit des Teams zu gewährleisten, kam eine Doppelgleitschiene zum Einsatz. Dieses mitwachsende Schutzsystem sichert die Baugrubenwände, ohne unnötig viel Boden zu bewegen. Zusätzlich war der Umgang mit Grundwasser wichtig, denn ab einer bestimmten Tiefe muss die Baugrube kontrolliert trocken und standsicher gehalten werden. Die Kombination aus Tiefe, Grundwasser, innerstädtischem Umfeld und obendrauf noch schützenswerten Bäumen entlang der Straße hat die Maßnahme besonders anspruchsvoll gemacht. ? Inwiefern haben die Bäume eure Arbeiten beeinflusst? Die Geibelstraße ist eine Allee und die Bäume prägen das Straßenbild. Ihr Schutz stand für uns im Vordergrund. Deshalb haben wir bei vielen Hausanschlüssen eine geschlossene Bauweise eingesetzt: Die Leitungen werden unterirdisch hergestellt, ohne dass die Straße geöffnet werden muss. Das schont den Wurzelbereich der Bäume und ermöglicht eine fachgerechte Erneuerung. ? Warum braucht man für Arbeiten in dieser Tiefe besondere Qualifikationen und Erfahrung? Für Arbeiten in über fünf Metern Tiefe und bei großen Rohrdurchmessern ist die AK1-Qualifikation im Güteschutz Kanalbau erforderlich. Sie belegt, dass ein Unternehmen die personellen, fachlichen und organisatorischen Voraussetzungen für sichere und hochwertige Ausführung mitbringt. Die Anforderungen steigen mit zunehmender Tiefe erheblich – der richtige Verbau, die exakte Rohrlage und die Sicherheit im Baugrubenbereich haben oberste Priorität. ? Wie beeinflusste das innerstädtische Umfeld den Baustellenalltag? BAUVORHABEN Geibelstraße, Hannover BAUHERR Stadtentwässerung Hannover PROJEKTLEITUNG Timo Ratzke POLIERE Kevin Jones, Jörg Wolle Aus diesen grünen Kanalgrund- rohren erstellt Facharbeiter Furkan Aksan Hausanschlüsse in geschlossener Bauweise – so wird Ab- und Regenwasser in die Kanalisation geleitet und das Wurzelwerk der Bäume bleibt unversehrt. KOMPLEXE BAUPROJEKTE IM INNERSTÄDTISCHEN RAUM ERFORDERN TECHNISCHES KNOW-HOW, SORGFALT UND FINGERSPITZENGEFÜHL – BEI DER AUSFÜHRUNG DER ARBEITEN, ABER AUCH IM UMGANG MIT NATUR UND MENSCHEN. BEI DER ERNEUERUNG DER MISCHWASSERKANALISATION IN DER GEIBELSTRASSE VERTRAUTE DIE STADTENTWÄSSERUNG HANNOVER ERNEUT AUF DIE KOMPETENZ DES KÖGEL TIEFBAUS. FACHWISSEN TRIFFT FINGERSPITZENGEFÜHL TIEF- UND ROHRLEITUNGSBAU
19 Innenstadtbaustellen erfordern eine enge Abstimmung mit allen Beteiligten – vom Auftraggeber über Partnerunternehmen und Anlieger bis zum eigenen Team. Vorausschauende Planung, klare Kommunikation und Flexibilität waren da gefragt. In der Geibelstraße hat das Zusammenspiel hervorragend funktioniert. ? Was nimmst du persönlich aus diesem Projekt mit? Die Geibelstraße zeigt, was anspruchsvoller Kanalbau heute bedeutet: Erfahrung, moderne Verfahren, sorgfältige Vorbereitung und ein geschultes Team, das auch bei schwierigen Bedingungen lösungsorientiert agiert. Genau diese Mischung macht bei KÖGEL den Unterschied. Equi at. Id magnietur? Int que sus derum quo magnate mporro coribusda volupta nullamus ut quatio eatiisita non nis aliquisint quae latet int, odi conet expereprae omnihic bis DN1200 KANALBAUARBEITEN über 5 m TIEFE BAUGRUBE Güteschutz AK1 KANALBAU » Die Geibelstraße zeigt, was anspruchsvoller Kanalbau heute bedeutet« Furkan Aksan, Timo Ratzke, Thorsten Schröder, Leon Kohlrausch und Kevin Jones (v. l.) führen die komplexe Kanalbaumaß- nahme zusammen mit Maschinist Fevzi Aksan (im Hintergund) in der niedersächsischen Landeshauptstadt aus. TIEF- UND ROHRLEITUNGSBAU
20 INGENIEURBAU FÜR DIE WOLFSBURGER ENTWÄSSERUNGSBETRIEBE REALISIERT DER KÖGEL INGENIEURBAU AUF DER STÄDTISCHEN KLÄRANLAGE DIE GRÖSSTE MEMBRANFILTERANLAGE DEUTSCHLANDS – EIN WICHTIGER BEITRAG, UM DIE ABWASSERAUFBEREITUNG LEISTUNGS- UND ZUKUNFTSFÄHIGER ZU MACHEN. UM FÜR DIESES ANSPRUCHSVOLLE GROSSPROJEKT NOCH BESSER AUFGESTELLT ZU SEIN, HABEN SICH DIE KÖGEL INGENIEURBAUPROFIS EINEN BEWÄHRTEN PARTNER INS BOOT GEHOLT. GEMEINSAME EXPERTISE FÜR SAUBERES WASSER Der Vergleich hilft, weil man sich den Unterschied der Aufbereitungsverfahren gut vorstellen kann: Bei einem klassischen Absetzverfahren, wie es hier vorher im Einsatz war, wartet man, bis sich Rückstände von selbst ablagern – ein bisschen wie bei einem türkischen Mokka, bei dem sich der Kaffeesatz unten am Boden sammelt. Bei der Membranfiltration wird das Wasser dagegen aktiv durch Unterdruck durch sehr feine Filter gezogen. Alles, was nicht hindurchpasst, bleibt im Filter zurück – ganz ähnlich wie bei einem Filterkaffee. ? Ihr seid mit dem Projekt im März dieses Jahres gestartet. Wo steht ihr aktuell? Die Beckenanlage ist fertiggestellt, ebenso erste Teile des Technikgebäudes. Auch beim Rohrleitungsbau sind bereits gut 40 Prozent ausgeführt. Damit haben wir die wesentlichen Grundlagen geschaffen. Als Nächstes folgen weitere Leitungen, der Ausbau und die Schnittstellen zur Filtertechnik. Bis zur geplanten Fertigstellung im Sommer 2027 bleibt also noch ein bisschen was zu tun. Aber man sieht schon deutlich, wie die Anlage Schritt für Schritt Form annimmt. ? Für dieses Projekt habt ihr ZWT Wasser- und Abwassertechnik, kurz ZWT, ins Boot geholt und eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Warum? Bei diesem Projekt geht es nicht nur darum, einen fertigen Plan umzusetzen. Viele Details werden im laufenden Prozess gemeinsam mit dem Auftraggeber und ZWT weiterentwickelt und abgestimmt. Dafür braucht es Experten, die ihr Wissen einbringen. Wir sind das im Ingenieur- und Betonbau und ZWT steuert das Know-how für die Filtertechnik bei. Diese Vorgehensweise liegt Die ZWT Wasser- und Abwassertechnik GmbH aus Bayreuth bringt ihre Expertise in die Zusammenarbeit ein und kümmert sich um den Einbau der Filtertechnik. Im Interview gibt KÖGEL Projektleiter Markus Knöckel einen Überblick über das Bauvorhaben – und erklärt, was die Membranfiltration mit Kaffee zu tun hat. ? Was genau entsteht auf der Kläranlage Wolfsburg? Wir bauen dort eine neue Membranfilter- anlage. Vereinfacht gesagt, sorgt sie dafür, dass das Abwasser sehr fein gefiltert und damit noch einmal sauberer wird. Dafür entstehen ein neues Technikgebäude und mehrere Becken, in denen später die Filtertechnik arbeitet. ? Beim Spatenstich wurde die Membranfiltration mit Kaffee verglichen. Warum passt dieses Bild? Markus Knöckel und Josefina Schulz arbeiten für den Auftraggeber unterschiedliche Umsetzungsvarianten aus, um gemeinsam die beste Lösung zu finden.
21 INGENIEURBAU darin begründet, dass das Projekt funktional und nicht klassisch konstruktiv ausgeschrieben war. Im klassischen Fall ist eine explizite Ausführung inklusive Materialien vorgegeben, bei funktionalen Ausschreibungen sind nur das zu erreichende Ziel und die Funktion definiert. Das führt dazu, dass im Bauablauf noch viele Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen werden müssen, was viel Kommunikation und enge Abstimmungen erfordert. Am Ende kommen wir so aber zu besonders guten und praxistauglichen Lösungen, die für die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe den größten Mehrwert liefern. ? Inwiefern gab es auf der Baustelle Ansätze, besonders ressourcenschonend und effi- zient zu arbeiten? Zum Beispiel im Umgang mit vorhandenen Materialien. Boden, der ausgehoben wurde, konnte auf der Baustelle gelagert und wieder eingebaut werden. Auch eine große Bodenplatte aus dem Altbestand konnten wir klein brechen, zu Schotter verarbeiten und für unsere Baustelleneinrichtungsflächen nutzen. Das klingt im ersten Moment vielleicht unspektakulär, macht in der Praxis aber einen großen Unterschied: Es spart Transporte, vermeidet unnötigen Materialeinsatz und sorgt dafür, dass vorhandene Ressourcen sinnvoll genutzt werden. Das zeigt, wie sich effizientes Bauen und nachhaltiges Handeln ganz praktisch verbinden lassen. Das Projektteam der Membranfiltration: Dusko Bajic, Stefan Ernst, Josefina Schulz, Edda Sofia Terp von den WEB, Luca Limberg, Peter Hübert, Johann Harder, Stephan Domeier und Markus Knöckel (v. l.). BAUVORHABEN Membranfiltration, Wolfsburg BAUHERR WEB Wolfsburger Entwässerungs- betriebe PROJEKTLEITUNG Markus Knöckel, Josefina Schulz POLIER Peter Hübert » Viele Details werden im laufenden Prozess gemeinsam mit dem Auftraggeber und ZWT weiterentwickelt und abgestimmt.«
22 INGENIEURBAU PARTNERSCHAFTLICH FÜR EINE SICHERE WASSERVERSORGUNG MIT DEM NEUBAU EINES TRINKWASSERTIEFBEHÄLTERS IN DER NÄHE VON PEINE BEWEIST DER KÖGEL INGENIEURBAU EINMAL MEHR SEIN KNOWHOW IM BEREICH DER WASSERVERSORGUNG. DER WASSERVERBAND PEINE VERTRAUT BEREITS ZUM VIERTEN MAL AUF DIE KOMPETENZ DER INGENIEURBAUEXPERTEN, UM LANGFRISTIG DIE VERSORGUNG MIT DEM LEBENSWICHTIGEN GUT SICHERZUSTELLEN. BAUVORHABEN Trinkwassertiefbehälter, Ilsede BAUHERR Wasserverband Peine PROJEKTLEITUNG Kevin Engelking, Robert Friesen POLIER Peter Günter Da die bestehende Anlage in die Jahre gekommen war, stand eine Erneuerung an. Im Zuge dessen wird auch die bisherige Kapazität von 5.000 Kubikmetern auf 6.000 Kubikmeter erhöht. »Trinkwasserbehälter dienen allgemein dazu, die Gemeinde mit Trinkwasser zu versorgen und den Druck im Netz stabil zu halten. Ein großes Speichervolumen ist wichtig, um beispielsweise in Hitzeperioden ohne nennenswerte Niederschläge Verbrauchsspitzen abzufangen«, erläutert KÖGEL Projektleiter Kevin Engelking. Seit Oktober 2025 sind er und sein Team in der Gemeinde Ilsede vor Ort, um den acht Meter hohen Rundbehälter mit Mitteltrennwand und einem vorgelagerten Bedienhaus zu realisieren. Die Lage macht den Unterschied Im Gegensatz zu den meisten anderen Trinkwasserbehältern handelt es sich in Ilsede Der neue Trinkwasserbehälter in Peine hat eine Kapazität von 6.000 m³ und versorgt die Gemeinde ab Ende 2027 zuverlässig mit Wasser.
23 INGENIEURBAU nicht um einen Trinkwasserhochbehälter, sondern um einen Tiefbehälter. »Der Unterschied liegt vor allem in der Lage«, erklärt Kevin Engelking. »Ein Hochbehälter befindet sich erhöht und versorgt das Netz über den hydrostatischen Druck. Ein Tiefbehälter liegt auf niedrigerem Niveau und benötigt Pumpen, um das Wasser ins Netz oder in einen Hochbehälter zu fördern.« Der KÖGEL Ingenieurbau übernimmt den Tiefbau, die Gründungsarbeiten, den Betonbau, die Fassade, die Dachdeckerarbeiten, die Krananlage sowie die Rohrleitungen, um die Behälter ans Netz anzuschließen. Auch der Bau des Bedienhauses und die Gestaltung der Außenanlagen liegen in der Verantwortung der Bad Oeynhausener Bauexperten. Im Frühjahr 2027 schließt KÖGEL die Arbeiten ab. Danach folgt bis zum Jahresende die Ausrüstung der Maschinentechnik sowie der Elektro- und Steuerungstechnik. Hohe Hygienestandards Beim Bau von Trinkwasserbehältern gelten besonders hohe Anforderungen. Das KÖGEL Team musste neben speziellen Vorgaben an Beton, Schalung und Oberflächen auch strenge Hygieneregeln einhalten. »Der Zutritt zum Behälterbereich ist nur für nach Infektionsschutzgesetz geschulte Personen mit entsprechender Hygieneschulung möglich«, betont Kevin Engelking. »Vor dem Betreten und Verlassen des Arbeitsbereichs müssen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, beispielsweise das Wechseln der Kleidung. Besucher dürfen den Bereich nur unter besonderen Schutzmaßnahmen betreten. Auch Werkzeuge und Materialien müssen sauber und desinfiziert sein, um eine Verunreinigung des Trinkwassers auszuschließen«, führt der Projektleiter weiter aus. Partnerschaftliche Zusammenarbeit Dass der Wasserverband Peine schon zum vierten Mal mit KÖGEL zusammenarbeitet, wertet Kevin Engelking als echten Gewinn. »Die Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber, dem Ingenieurbüro und uns funktioniert sehr gut und ist von einem partnerschaftlichen Miteinander geprägt«, betont er. »Wir kennen die Anforderungen, und umgekehrt ist man dort mit unseren Arbeitsweisen und Qualitätsansprüchen vertraut – das ist ein großer Vorteil, wenn man bereits mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet hat.« 41m AUSSENDURCHMESSER 6.000 m³ NUTZVOLUMEN über 1.700 m³ ZU VERBAUENDER BETON 8 m HÖHE Robert Friesen und Kevin Engelking (v. l.) leiten den Bau des Trinkwassertiefbehälters und haben dabei alle Hygieneanforderungen im Blick. » Beim Bau von Trinkwasser- behältern gelten besonders hohe Anforderungen.«
24 BAUSANIERUNG PARKDECKSANIERUNG IN BESTZEIT FRÜHFLIEGER, REISENDE MIT EINER WEITEN ANFAHRT UND PILOTEN SCHÄTZEN DAS MARITIM AIRPORT HOTEL AM FLUGHAFEN HANNOVER, UM AUSGERUHT IN DIE LÜFTE ZU STARTEN. ZU DIESEM KOMFORT GEHÖRT AUCH DAS PARKEN IN DER HOTELEIGENEN TIEFGARAGE. DIE HAT JETZT DANK DER KÖGEL BAUSANIERUNG EIN UPGRADE ERHALTEN. Von März bis September waren Bauleiter Benedikt Lücke und sein Team für die Sanierungsarbeiten vor Ort – und konnten das Projekt zwei Monate früher als geplant erfolgreich abschließen. Im Interview blickt er auf ein ebenso umfangreiches wie anspruchsvolles Projekt zurück. ? Benedikt, welche Leistungen beinhaltete euer Auftrag für die Maritim Hotelgesellschaft? Wir waren bei diesem Projekt als General- unternehmer für die gesamte Betoninstandsetzung sowie die Beschichtung der Böden, Wände und Decken über zwei Parkdecks hinweg verantwortlich. Außerdem haben wir uns um die Fugensanierung, Deckendämmung und Neubeschriftung der Parkflächen gekümmert. ? Bei diesem Projekt waren demnach alle Disziplinen der Bausanierung gefordert. Trotzdem konntet ihr die Arbeiten im September zwei Monate vor dem Bauzeitenplan erfolgreich abschließen. Wie habt ihr das geschafft? Wir versuchen immer, unsere Bauabläufe zu optimieren. So haben wir zum Beispiel die Arbeiten im Bereich der Schranken- anlage vorgezogen, damit die Installation und Inbetriebnahme bereits früher durch den verantwortlichen Dienstleister erfolgen konnte. ? Gab es trotzdem Herausforderungen? Ja. Die Bauweise des zugehörigen Maritim Airport Hotels gleicht dem Innenraum eines Kreuzfahrtschiffes. Die Hotelzimmer sind also dem offenen Foyer zugewandt und alles ist sehr hellhörig. Da hier auch viele Piloten in ihren Ruhephasen untergebracht sind, war Lärmbelästigung ein großes Thema. Wir mussten uns deshalb immer an feste Zeitfenster für lautere Arbeiten wie zum Beispiel das Aufstemmen sanierungsbedürftiger Beton- flächen halten. Darüber hinaus wurde während der Projektphase ebenso die Küche umfangreich saniert. Hier mussten wir uns mit dem zuständigen Küchenbauer insbesondere bei der Baustellenlogistik eng abstimmen. Das hat aber alles sehr gut funktioniert. BAUVORHABEN Tiefgarage Maritim Airport Hotel, Hannover BAUHERR Maritim Hotelgesellschaft mbH BAULEITUNG Benedikt Lücke POLIER Steven Dörr PLANER ap Ingenieure GmbH Schadstellen in Beton und Putz sowie veraltete Markierungen zeichneten das Bild vor den Arbeiten der KÖGEL Bausanierung in der Tiefgarage. Dank Ausbesserungen von Beton und Putz sowie einer frischen Boden- beschichtung und kräftigen Markierungen erstrahlen die Parkdecks der Tiefgarage im neuen Glanz. Vorher Nachher Polier Steven Dörr und Bauleiter Benedikt Lücke (v. l.) blicken stolz auf die Parkdecksanierung in Hannover zurück.
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