Sommer studiert sie Bauingenieurwesen in Kombination mit der Ausbildung zur Beton- und Stahlbetonbauerin. Über ihre Motivation, die Reaktionen ihres Umfelds und ihre Erfahrungen auf der Baustelle berichtet Anna im Gespräch mit dem KÖGEL Dialog. ? G ab es während deiner Zeit als Industriekauffrau bei KÖGEL diesen einen Moment, an dem du wusstest: »Ich will da selbst mit anpacken«? Als ich die ersten Male auf der Baustelle war, fand ich das direkt richtig cool. Vor dem Ausbildungsbeginn hatte ich nichts mit Bauen am Hut, deswegen hat mich das überrascht. In Münster beim Hüffer-Campus durfte ich dann mit auf den Kran. Wir sind hochgefahren und haben von oben auf die Baustelle geschaut. Ich fand es beeindruckend zu sehen, wie komplex das Ganze ist und wie dort so viele Gebäude gleichzeitig entstehen. Und da dachte ich: Das will ich machen. ? W ie bist du bei der Vielzahl an Ausbildungsberufen im Handwerk beim Betonbau gelandet? Der Ausbildungsberuf ist super vielfältig und Beton ist auch ein spannender Werkstoff – daraus kann man ja wirklich alles herstellen. ? Wie haben dein Umfeld und das Team bei KÖGEL reagiert, als du gesagt hast, dass du den Schreibtisch gegen Helm und Baustelle tauschen möchtest? Gab es dort und auch bei Freunden und Familie sofort Rückenwind? KÖGEL war direkt begeistert und hat das gefördert. So durfte ich noch mal ein Baustellenpraktikum in Meschede machen. Zu Hause war die Stimmung erst gemischt. Ich wurde schon zwei-, dreimal gefragt, ob ich mir wirklich sicher bin. Mittlerweile finden es aber alle richtig gut. ? H andwerk und Bau gelten oft noch als Männerdomänen: Was rätst du jungen Frauen, die auch mit einem gewerblichen Beruf liebäugeln? Einfach machen und die Dinge selbstbewusst anpacken. Wenn man nur schüchtern in der Ecke bleibt und sich nichts zutraut, steht man sich selbst im Weg. Geht man aber mit dem Mindset heran: »Ich mach das schon!« und packt direkt mit an, ist es wirklich kein Problem. ? D u hast deine Ausbildung am 1. Juli begonnen und bist bereits voll auf der Baustelle im Einsatz – wie läuft’s bisher? Ich fühle mich beim Projekt in Neustadt am Rübenberge extrem gut aufgenommen. Das Team dort ist einfach toll! Ich weiß jetzt schon, dass meine Entscheidung genau richtig war. Es ist ein bisschen wie ein Sandkasten für Große – eine ganz andere Stimmung als im Büro, noch mal ein anderer Teamgeist, locker und entspannt. Ich kann jeden Tag was bewegen und es fühlt sich für mich echt nicht nach Arbeit an. Mehr über unsere neuen Azubis auf Seite 51! FEIERLICHER ABSCHLUSS Der Ausbildungsabschluss ist ein wichtiger Meilenstein im Berufsleben. Daher ist es bei KÖGEL Tradition, dass die Absolventen zum gemeinsamen Essen im Weinhaus Möhle zusammenkommen. Auch in diesem Jahr ließen die elf frischgebackenen Nachwuchskräfte ihre Ausbildungszeit in feier- lichem Ambiente ausklingen. GRATULATION ZUR BESTANDENEN GESELLENPRÜFUNG! – ANNA DÜSEDIEKERBÄUMER (Industriekauffrau) – JANNIS NICKEL (Kaufmann für IT-Systemmanagement) – KIWAN SIDO (Bauzeichner) – LEON ALEX (Bauzeichner) – TIM OVESIEK (Holz- und Bautenschützer) – PHILLIP SCHREINER (Holz- und Bautenschützer) – LEON KOHLRAUSCH (Kanalbauer) – SIMON MARKS (Rohrleitungsbauer) – THOMAS SAAM (Straßenbauer) – JASON LISCHKE (Straßenbauer) – JULIUS WEIZENKORN (Beton- und Stahlbetonbauer, dual) 41 TEAM KÖGEL Herzlichen Glückwunsch!
RkJQdWJsaXNoZXIy NzQ0Mjg=