KÖGEL Dialog | AUSGABE 59 | 10/2026

23 INGENIEURBAU nicht um einen Trinkwasserhochbehälter, sondern um einen Tiefbehälter. »Der Unterschied liegt vor allem in der Lage«, erklärt Kevin Engelking. »Ein Hochbehälter befindet sich erhöht und versorgt das Netz über den hydrostatischen Druck. Ein Tiefbehälter liegt auf niedrigerem Niveau und benötigt Pumpen, um das Wasser ins Netz oder in einen Hochbehälter zu fördern.« Der KÖGEL Ingenieurbau übernimmt den Tiefbau, die Gründungsarbeiten, den Betonbau, die Fassade, die Dachdeckerarbeiten, die Krananlage sowie die Rohrleitungen, um die Behälter ans Netz anzuschließen. Auch der Bau des Bedienhauses und die Gestaltung der Außenanlagen liegen in der Verantwortung der Bad Oeynhausener Bauexperten. Im Frühjahr 2027 schließt KÖGEL die Arbeiten ab. Danach folgt bis zum Jahresende die Ausrüstung der Maschinentechnik sowie der Elektro- und Steuerungstechnik. Hohe Hygienestandards Beim Bau von Trinkwasserbehältern gelten besonders hohe Anforderungen. Das KÖGEL Team musste neben speziellen Vorgaben an Beton, Schalung und Oberflächen auch strenge Hygieneregeln einhalten. »Der Zutritt zum Behälterbereich ist nur für nach Infektionsschutzgesetz geschulte Personen mit entsprechender Hygieneschulung möglich«, betont Kevin Engelking. »Vor dem Betreten und Verlassen des Arbeitsbereichs müssen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, beispielsweise das Wechseln der Kleidung. Besucher dürfen den Bereich nur unter besonderen Schutzmaßnahmen betreten. Auch Werkzeuge und Materialien müssen sauber und desinfiziert sein, um eine Verunreinigung des Trinkwassers auszuschließen«, führt der Projektleiter weiter aus. Partnerschaftliche Zusammenarbeit Dass der Wasserverband Peine schon zum vierten Mal mit KÖGEL zusammenarbeitet, wertet Kevin Engelking als echten Gewinn. »Die Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber, dem Ingenieurbüro und uns funktioniert sehr gut und ist von einem partnerschaftlichen Miteinander geprägt«, betont er. »Wir kennen die Anforderungen, und umgekehrt ist man dort mit unseren Arbeitsweisen und Qualitätsansprüchen vertraut – das ist ein großer Vorteil, wenn man bereits mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet hat.« 41m AUSSENDURCHMESSER 6.000 m³ NUTZVOLUMEN über 1.700 m³ ZU VERBAUENDER BETON 8 m HÖHE Robert Friesen und Kevin Engelking (v. l.) leiten den Bau des Trinkwassertiefbehälters und haben dabei alle Hygieneanforderungen im Blick. » Beim Bau von Trinkwasser- behältern gelten besonders hohe Anforderungen.«

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