AGG-Mobilitätskonzept
Gehrden

Bauherr
Stadt Gehrden, Abwassergesellschaft Gehrden mbH

Geballte Tiefbaukompetenz
in einem Projekt vereint

Die gesamte Bandbreite seiner Kompetenz zeigt der KÖGEL Tiefbau aktuell in Gehrden. Seit Februar führen Projektleiter Jean Schumacher und sein Team im Auftrag der Stadt Gehrden und der Abwassergesellschaft Gehrden mbH umfangreiche Erd-, Kanal- und Straßenbauarbeiten durch. Bis voraussichtlich März 2027 wird das KÖGEL Team an der Matthias-Claudius Straße, Hangstraße und am Schäfereiweg in Gehrden tätig sein, um die Mischwasserkanalisation und die Regenwasserkanalisation jeweils auf einer Länge von rund 600 Metern zu erneuern. Weiterhin verantwortet KÖGEL die Anschlussleitungen inklusive neuer Schachtbauwerke, den kompletten Straßenvollausbau in Asphalt- und Pflasterbauweise und die Verkabelung der neuen Straßenbeleuchtung. Darüber hinaus gehört eine Umlegung der Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Glasfaser und die hierfür notwendigen Erdarbeiten zum Auftrag.

»Eine große Herausforderung ist der Platzmangel.«

Werkstudent Marcel Litke, Polier Andreas Fleischmann und Projektleiter Jean Schumacher bringen das Tiefbauprojekt in Gehrden voran.
Werkstudent Marcel Litke, Polier Andreas Fleischmann und Projektleiter Jean Schumacher bringen das Tiefbauprojekt in Gehrden voran.

BAUBESPRECHUNG MIT
Projektleiter JEAN

Das alte Mischwassersystem soll durch ein Trennsystem ersetzt werden, bei dem Regen- und Schmutzwasser separat behandelt werden. Im Zuge dessen wird auch die Oberfläche erneuert und es sollen Bauminseln eingebaut werden, um die Verkehrsberuhigung zu fördern. Das Trennsystem ist ökologischer, da das Regenwasser besser aufbereitet und nicht in die Klärwerke geleitet wird. Langfristig erhält auch die nahe gelegene Bahnhofstraße neue Kanäle, sodass die Trennung von Regen- und Schmutzwasser weiter ausgebaut wird.

Bei dem Projekt geht es darum, den Kanalkomplett zu erneuern, was wir selbst übernehmen. Die Versorgungsleitungen werden vom Versorgungsbauer neu verlegt, die Wasserverlegung übernimmt dann Avacon Wasser GmbH. Unser Vorteil ist, dass wir auch den Straßenbau selbst durchführen können, weil ein Großteil davon gepflastert wird.

Unser Plan sieht vor, dass die Kolonne um Andreas Fleischmann mit dem Kanalbau startet und das Team um Thomas Celuch danach mit dem Straßenbau abschließt. So wird der ganze Bereich der drei Straßenzüge nacheinander in drei Bauabschnitten von uns umgestaltet und wir können möglichst effizient vorgehen. Wichtig dabei ist, dass die Zufahrt zum Matthias-Claudius-Gymnasium während der gesamten Bauzeit gewährleistet bleibt, damit die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte weiterhin ungehindert zur Schule gelangen können. Zudem muss sichergestellt sein, dass Rettungsfahrzeuge jederzeit freien Zugang zum Schulgelände haben.

Ich persönlich freue mich über den Auftrag, da wir in Gehrden bereits seit November 2024 tätig sind. Wir haben für das KRH Klinikum Robert Koch Gehrden die vorbereiten den Infrastrukturarbeiten ausgeführt und darauf aufbauend übernehmen wir aktuell auch die Tiefbauarbeiten im Zuge des Rohbaus, den unser Hochbau realisiert. So können wir das Projekt gemeinsam aus einer Hand voranbringen und erfolgreich umsetzen.

Daraus ergeben sich viele Synergien. Die unmittelbare Nähe der Baustellen wirkt sich positiv auf die Materiallogistik und Transportwege aus. So können Transporte sinnvoll miteinander kombiniert werden: Material wird beispielsweise von einer Baustelle abgefahren und auf der Rückfahrt direkt Material für eine andere Baustelle mitgenommen. Auf diese Weise lassen sich Leerfahrten weitgehend vermeiden, was zu effizienten Abläufen und einem möglichst ressourcenschonenden Einsatz beiträgt.

Eine große Herausforderung ist der Platzmangel. Im Wohngebiet haben wir keine Lagermöglichkeiten. Daher haben wir ein nahegelegenes, freies Grundstück außerhalb des Gebiets angefragt, um es als Lagerplatz für die Dauer der Baumaßnahme zu pachten. Das hat glücklicherweise funktioniert und hilft uns enorm.

Da das Gebiet als Hochburg für geschichtliche Funde bekannt ist, gibt es hier archäologische Auflagen. Erdarbeiten dürfen nur in Anwesenheit von Archäologen durchgeführt werden. Deshalb sind diese während der Baumaßnahme stets vor Ort, um mögliche historische Funde frühzeitig zu erkennen und zu sichern. Sollte tatsächlich etwas entdeckt werden, müssen die Arbeiten kurz unterbrochen werden, bis der Fund dokumentiert und untersucht ist. In der Regel kann danach jedoch zügig weitergearbeitet werden.

Projektleiter Jean Schuhmacher
Unser Projektleiter Jean Schumacher berichtet von den spannenden Bauarbeiten.

PROJEKTEINBLICKE,
DIE IN DIE TIEFE GEHEN