Bildungscampus Herford

Bauträger
SEH Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford mbH

Von der Kaserne
zum Bildungsstandort

In Herford entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Wentworth-Kaserne ein zukunftsweisender Bildungscampus. Der Kögel Schlüsselfertigbau übernimmt die Sanierung und um Nutzung dreier denkmalgeschützter Bestandsgebäude – und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines Standortes, der in den kommenden Jahren für Bildung, Innovation und moderne Arbeitswelten stehen wird.

»In der Planungsphase haben uns 10-minütige Lean Briefings geholfen, uns in kurzer Zeit fokussiert und effizient auszutauschen.«

Das Team im Inneren vom Bildungscampus Herford fotografiert
Das Team ist stolz auf ihr Projekt und den bisherigen Baufortschritt.

Baustart war im Juni. Bis Dezember 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen und die Gebäude bezogen sein. »In einem findet eine Schule für Pflegeberufe Platz, das zweite wird ein Verwaltungsgebäude und im dritten Gebäude sind Büroflächen geplant«, verrät Patrick Bekemeier, der das Projekt mit seinen Kollegen Thorben Vieker, Max Gläßer und Detlef Wartmann leitet.

Frühe Einbindung und partnerschaftliche Planung

Eine Besonderheit ist, dass der KÖGEL Schlüsselfertigbau bereits deutlich vor der Bauausführung ins Projekt eingestiegen ist. »Unser Kunde, die Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford mbH, hatte zu Beginn keine Bauplanung vorliegen, sondern lediglich für jedes Gebäude eine angedachte Nutzung mit Vorstellungen z. B. zur Raum- und Arbeitsplatzanzahl«, berichtet Patrick. »Daraus haben wir gemeinsam mit einem Planungsteam ein Konzept entwickelt – von der Raumaufteilung bis zu den technischen Anforderungen. Dadurch konnten wir früh zeigen, wie wir die Wünsche des Bauherrn verstehen und in eine funktionierende bauliche Lösung übersetzen würden. Im Ausschreibungsverfahren wurde unser Konzept auf Grundlage eines Kriterien kataloges bewertet und konnte sich schluss endlich durchsetzen«, erklärt der Projektleiter stolz.

Denkmalschutz alsbesondere Herausforderung

»Wir haben vom Bauherrn komplett entkernte Gebäude übergeben bekommen, sprich blanke Wände, kein Estrich, keine Leitungen. Das machen wir nun alles neu und passen es an den heutigen Standard an. Ein besonderes Vorgehen ist von uns an der Fassade mit den zahlreichen Sprossenfenstern und in den Treppenhäusern gefordert. Diese Bereiche der Bausubstanz aus den 1930er-Jahren stehen nämlich unter Denkmalschutz«, beschreibt Patrick . Polier Detlef ergänzt: »Die Treppenstufen und Fensterbänke aus Naturstein bereiten wir genau wie die markanten historischen Eingangstüren auf, um sie im Original zu erhalten. Die Holzfenster werden hingegen originalgetreu nachgebaut, um sowohl die Energieeffizienz zu gewährleisten als auch den hochwertigen historischen Charakter zu bewahren.«

Ein spezielles Augenmerk liegt bei dem Sanierungsprojekt auch auf Statik und Brandschutz. Da nur wenige belastbare historische Unterlagen vorhanden sind, musste das Team die gesamte Immobilie direkt vor Ort neu aufmessen, prüfen und bewerten.

»Um das Gebäude an die heutigen brandschutztechnischen und statischen Anforderungen anzupassen, mussten wir ein paar Veränderungen vornehmen, wie neue Stahlträger zu setzen«, verrät Patrick.

Gemeinsam Erfolge feiern

Anfang September konnte KÖGEL mit Auftraggeber und Partnerunternehmen einen ersten Meilenstein feiern: Im ersten Gebäude waren alle originalgetreuen Fenster eingebaut und die Ausbaugewerke mit Innenputz, Estricharbeiten und technischer Gebäudeausrüstung im vollen Gange. »Normalerweise feiern wir bei Baumaßnahmen Richtfest – hier stand der Rohbau nun schon. Deshalb haben wir das Etappenziel mit einem Sommerfest auf der Baustelle mit allen Beteiligten gefeiert. So konnten wir Danke für das große Engagement und die super Zusammenarbeit sagen«, resümiert der Projektleiter.

Lean Management als Erfolgsfaktor

Dass das Projekt so gut vorankommt und aktuell perfekt im Zeitplan ist, liegt auch daran, dass der Bauablauf im Vorfeld genaustens geplant und optimiert wurde. »In der Planungsphase haben uns 10-minütige Lean Briefings mit Dominik Schön geholfen, uns in kurzer Zeit fokussiert und effizient auszutauschen und unsere Termine z. B. bei der Einreichung des Bauantrags taggenau einzuhalten. In einem Workshop zum Terminplan haben wir dann nochmal die Köpfe zusammengesteckt, das Wissen aller eingefangen und Arbeitsabläufe so optimiert, dass wir die knapp bemessene Bauzeit für das erste Gebäude bis Ende 2026 halten werden«, freut sich Patrick.

Starke Partnerschaft auf Augenhöhe

»Bei einem öffentlichen Bauvorhaben dieser Größenordnung gibt es viele Abstimmungen und Entscheidungswege. Das erfordert, dass Themen frühzeitig angesprochen, Umsetzungsvarianten transparent gemacht und gemeinsam tragfähige Lösungen gefunden werden«, erklärt Patrick. »Durch gegenseitiges Verständnis, viel Kommunikation und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelingt uns das hier richtig gut.«

PROJEKTIMPRESSIONEN
AUF DEM WEG ZUR SCHLÜSSELÜBERGABE