Hauptfeuer- und Rettungswache
Lüdenscheid

Bauherr
Stadt Lüdenscheid

Neue Räume
Für den Ernstfall

Ein wichtiges Infrastrukturprojekt für die Stadt Lüdenscheid entsteht: seit März 2026 realisiert der Kögel Hochbau den Rohbau der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache. Ein Bauvorhaben, das in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzt – insbesondere im Hinblick auf Komplexität, Zusammenarbeit und Energieeffizienz.

»Wir schaffen mit diesem Projekt Räume für Einsatzkräfte, die im Ernstfall schnell ausrücken müssen und dafür reibungslose Abläufe benötigen.«

Die drei Projektleiter vom Kögel Hochbau Team
Das Team aus dem KÖGEL Hochbau freut sich über den bisherigen Verlauf der beachtlichen Großbaustelle.

Das Gebäudeensemble gliedert sich in fünf ringförmig angeordnete Bauteile, die einen zentralen Innenhof umschließen. Die einzelnen Gebäudeteile variieren in ihrer Geschossigkeit und sind teilweise in die Hanglage eingebunden. »Wir schaffen mit diesem Projekt Räume für Einsatzkräfte, die im Ernstfall schnell ausrücken müssen und dafür reibungslose Abläufe benötigen«, betont Projektleiter Mohammad Ahmad. Neben Fahrzeughallen, Technik- und Lagerflächen entstehen auch eine Sporthalle sowie moderne Bereiche für Ausbildung, Aufenthalt und Verwaltung.

Energieeffizienz als Leitmotiv

Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf der Energieeffizienz. Bereits in der Rohbauphase werden die Weichen für einen ressourcenschonenden Betrieb gestellt. »Die Anforderungen an Dämmung, Abdichtung und die spätere Gebäudetechnik sind hoch. Die Stadt Lüdenscheid legt großen Wert darauf, dass das Gebäude nicht nur funktional, sondern auch nachhaltig und zukunftsfähig ist«, erläutert Ahmad. Die Verwendung hochwertiger Materialien und innovativer Bauverfahren trägt dazu bei, den Energieverbrauch langfristig zu minimieren.

Anspruchsvolle Hanglage

Die besondere Topografie des Baugrunds erfordert maßgeschneiderte Lösungen: »Wir bauen hier auf felsigem Untergrund und in einem Bereich auf einer ausgeprägten Böschung. Das verlangt eine sehr genaue Vorbereitung des Baugrunds«, erklärt Bauleiter Marcin Serafin. Eine Vielzahl von Bohrpfählen und Streifenfundamenten sorgt dafür, dass die Lasten des Gebäudes sicher und gleichmäßig in den Boden eingeleitet werden. Die Abdichtung erdberührter Bauteile mit Frischbetonverbundfolie ist dabei ein zentrales Element. Sie schützt den Beton vor Feuchtigkeit und gewährleistet die Langlebigkeit des Gebäudes.

Zügiger Baufortschritt und beeindruckende Dimensionen

Die Größe und Komplexität des Projekts stellen das Team vor besondere Herausforderungen. »Die Koordination der vielen verschiedenen Bauteile und Gewerke ist die größte Herausforderung«, schildert Serafin. Regelmäßige Abstimmungen, Wochenbesprechungen und tägliche Runden auf der Baustelle sorgen dafür, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und flexibel auf Veränderungen reagieren können. Die Fertigstellung des Rohbaus ist für Anfang 2027 geplant. Aktuell ist dieser bereits
zu rund 60 Prozent fertiggestellt. »Die Baustelle entwickelt sich dynamisch – nach den aufwendigen Erd- und Fundamentarbeiten wächst der Rohbau jetzt zügig in die Höhe«, berichtet Mohammad Ahmad. Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: 3.500 Kubikmeter Bodenaushub, 2,6 Kilometer Grundleitungen, 1.300 Quadratmeter Frischbetonverbundfolie und insgesamt 14.200 Quadratmeter Bruttogeschossfläche verdeutlichen die Leistungsfähigkeit des Teams. Für Ahmad ist die neue Feuerwache aber nicht nur aufgrund der Größe kein Bauvorhaben wie jedes andere: »Daran mitzuarbeiten, dass in Lüdenscheid ein Gebäude entsteht, das im Ernstfall Menschenleben schützt, ist für mich schon wirklich etwas Besonderes«, unterstreicht der Projektleiter stolz.

PROJEKTIMPRESSIONEN,
DIE HINTER DIE FASSADE BLICKEN