Retentionsbodenfilter
Lübbecke

Bauherr
Stadt Lübbecke

Fertigstellung
2026

Expertenwissen
macht den Unterschied

Nachhaltige Maßnahmen zum Schutz vor Starkregen stehen in vielen Kommunen im Fokus. Auch
die Stadt Lübbecke hat nach einer Lösung gesucht, wie große Wassermassen nach Regenfällen kontrolliert abgeleitet werden können.

»Es handelte sich um ein Projekt, das aufgrund der Komplexität nicht jedes Unternehmen umsetzen kann.«

Projektteam und Auftraggeber in Lübbecke
Thomas Werner und Jörg Strey begehen nach der wöchentlichen Baubesprechung mit Matthias Kindsgrab vom Ingenieurbüro Kindsgrab und Ulrich Brune von der Stadt Lübbecke zufrieden das Baufeld (v. l.).

Das Team aus dem KÖGEL Tiefbau um Projektleiter Jörg Strey realisierte einen sogenannten Retentionsbodenfilter, der Niederschläge in einem Regenüberlaufbecken zurückhält und vor der Einleitung in die Ronceva filtert. »Bislang liefen diese direkt aus dem Becken in den Bach«, weiß Jörg Strey. Die KÖGEL Experten errichteten das Einlaufbauwerk und führten einen Düker aus 2,25 m x 1,00 m großen Rahmenprofilen unter der Ronceva hindurch. »Der anspruchsvollste Teil bestand darin, unterhalb des fließenden Bachs in fünf Metern Tiefe zu arbeiten«, erinnert sich Strey. »Die eigentliche Hauptaufgabe mit dem Bau des Filterbeckens ließ sich für uns gut realisieren«, sagt er.

Tiefbauexperten waren konkurrenzlos

KÖGEL war bei der Ausschreibung der Stadt Lübbecke der einzige Bieter. »Es handelte sich um ein Projekt, das aufgrund der Komplexität nicht jedes Unternehmen umsetzen kann«, begründet Jörg Strey das Fehlen von Mitbewerbern. »Mit Ingenieurbau und Tiefbau waren mehrere Gewerke beteiligt. Zusätzlich befinden wir uns in einem Wasserschutzgebiet, was Präventivmaßnahmen wie das Verlegen einer doppellagigen Dichtungsfolie mit sich bringt«, erläutert er. Bei ähnlichen Projekten in Spenge und Herford konnte sich der KÖGEL Tiefbau das erforderliche Expertenwissen aneignen.

Maßgeschneiderte Lösungen für spezielle Gegebenheiten

Jörg Strey und seine Mannschaft haben die Baustelle gemeinsam mit dem Auftraggeber optimiert, was erfolgreiches, kostengünstiges und effizientes Arbeitern ermöglichte. Speziell war dabei der Einsatz einer Doppeldichtungsfolie im Wasserschutzgebiet. Da dort keinerlei Verunreinigung durchsickern darf, setzte die Stadt Lübbecke auf einen »doppelten Boden«.

Genau hier griff die KÖGEL Expertise: »Statt die obere Folie mit 20 Zentimetern Kiesauflage zu versehen und anschließend eine zweite Folie zu verlegen –
wie es eigentlich ausgeschrieben war –, haben wir vorgeschlagen, ein drei Zentimeter hohes Gitterflies aus dem Deponiebau zu verwenden, welches die gleiche Funktion wie der Kies erfüllt, allerdings Zeit und Kosten gespart hat«, berichtet Jörg Strey.

In Deutschland bisher einmalig

Für die Projektleitung ist die Realisierung dieses Retentionsbodenfilters kein alltägliches Vorhaben. »Die besondere Lage im Wasserschutzgebiet und der benachbarte Bach sind besonders. Ein vergleichbares Becken mit der doppelten Dichtungsfolie gibt es so in Deutschland unseres Wissens kein zweites Mal«, sagt er stolz.

Mit dem Bodenmanagement setzte KÖGEL bei diesem Projekt ebenfalls Maßstäbe in punkto Nachhaltigkeit. »Oftmals muss man den Aushub solcher Becken deponieren, sodass er nicht weiter genutzt wird«, erläutert Jörg Strey. »Hier haben wir mit Genehmigung der Stadt den Aushubboden zu einem Großteil auf den umliegenden Äckern verteilt, sodass er sinnvoll eingesetzt und wieder Teil des Kreislaufs wird. Dadurch wurden nicht nur Ressourcen geschont, sondern auch die Vorgaben des Bundes-Bodenschutzgesetzes erfüllt.«

PROJEKTEINBLICKE,
DIE IN DIE TIEFE GEHEN