Aktuelle Projekte aus dem Bereich Ingenieurbau


Schwabenring - Minden

Der Schwabenring in Minden verbindet die Lübbecker mit der Rodenbecker Straße. Etwa mittig dazwischen überquert er das Wesernebenflüsschen Bastau, deren Wasserqualität verbessert werden soll. Und hier kommen die Fachleute aus dem KÖGEL Ingenieurbau ins Spiel.

„Wir erstellen im Bereich zwischen Kuhlenstraße und Piwittskamp eine Regenwasserbehandlungsanlage“, berichtet KÖGEL Projektleiter Johannes Frohwitter. „Sie befreit das von einer circa 50 Hektar großen Fläche anfallende Niederschlagswasser von Schmutz – vor allem von Mikroplastik. Die Anlage filtert etwa 80 Prozent der Ablagerungen wie Bremsstaub oder Reifenabrieb heraus.“ Nach Inbetriebnahme im Frühjahr wird das Wasser mit Hilfe eines Trennbauwerks aus dem Hauptregenwasserkanal abgezweigt und gelangt in ein mit Stahlfaserbeton ausgekleidetes Becken, in dem sich die schweren Partikel absetzen. „Das Wasser fließt weiter durch eine Gabionenwand und schließlich durch einen Sand-Kies-Filter, der die letzten feinen Teilchen aufnimmt. Das so gereinigte Wasser gelangt zurück in den Regenwasserkanal und von da aus in die Bastau.“

Für die Anlage hat die KÖGEL Mannschaft neben dem Filterbecken drei große Fertigteilschächte erstellt: Der erste ist das genannte Trennbauwerk. „Hier haben wir eine Überlaufschwelle integriert, durch die bei Starkregenereignissen das Wasser in einen zweiten von uns erstellten Schacht abgeleitet und in das Filterbecken gepumpt wird“, erläutert Johannes Frohwitter. Der dritte Schacht ist der Notüberlauf. Dieser verhindert ein Überlaufen des Beckens bei besonders langanhaltenden Starkregenereignissen. „Die Besonderheit bei diesen Schächten war, dass wir sie aus sehr großen Fertigteilen zusammengesetzt haben, das schwerste wog knapp 40 Tonnen und musste per Autokran millimetergenau platziert werden. Hierdurch konnten wir jede Menge Zeit einsparen, den enggesteckten Zeitplan einhalten und den Schwabenring nach vier Monaten Bauzeit wieder für den Verkehr freigeben.“

Ende 2021 waren alle Schächte gesetzt und das Becken mit einer Folie und einem Schutzflies abgedichtet. Als nächstes wurden das Filtermaterial aus einem bestimmten Sand-Karbonat-Gemisch eingebracht und die Rohrleitungen im Becken sowie die E- und Anlagentechnik verlegt. Ende März sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme kann nach Anwuchs des Rasens im Frühjahr erfolgen. „Die Zusammenarbeit mit unserem Auftraggeber, den Städtischen Betrieben Minden, und der IWA Ingenieurgesellschaft läuft sehr gut, partnerschaftlich und wertschätzend. Ein rundum gelungenes Projekt“, lobt Johannes Frohwitter.

  • Auftraggeber:
  • Städtische Betriebe Minden
  • Bereich:
  • Ingenieurbau
  • Tätigkeit:
  • Erstellung einer Regenwasserbehandlungsanlage